Heimreise aus Westmecklenburg – (A) Sülstorf

Abschied von Mecklenburg-Vorpommern
Sülstorf: Johanniterkirche | Zwar hätte man am schnellsten direkt auf der Autobahn zurückdüsen können – aber nicht mit mir.
Da es am Vormittag des 15.11 noch trocken bleiben sollte, entschloss ich noch für eine Fahrt übers Land.

Die letzten Tage hatten mich die vielen herrlichen langen, schnurgeraden Alleen immer wieder begeistert; so konzentriert kenne ich das von Mitteldeutschland nicht.

Erster kurzer Haltepunkt

Gemeinde Sülstorf

Sie liegt etwa zwölf Kilometer südlich der Landeshauptstadt Schwerin und wurde 1217 erstmals urkundlich erwähnt.

Hauptsehenswürdigkeit (Baudenkmal), weshalb ich auch stoppte, ist wohl die Sülstorfer Johanniterkirche. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert.
1979 wurde die Kirche durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört. Hierbei wurden auch der Barockaltar von 1692, die Empore mit wertvollen Holzmalereien und die klangvolle Orgel von den Flammen vernichtet. 1984 konnte die Kirche wieder eingeweiht werden, mit restaurierten Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Erst 2001 konnte der hölzerne Turm der Kirche wieder aufgebaut werden. Im Inneren befindet sich jetzt ein Schnitzaltar aus der ehemaligen Kapelle in Zweedorf. (Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern). Aus der abgebrochenen Kirche zu Zweedorf erhielt die Kirche auch eine Tauffünte aus dem 17. Jahrhundert und den Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert.

Traurige Mahnungen gibt es in der „Gedenkstätte Sülstorf“
„Vom KZ-Helmstedt-Beendorf begann am 9. April 1945 die Deportation der Häftlinge durch die SS. Die tagelange Irrfahrt führte von über Marienborn, Magdeburg, Stendal, Wittenberge und Ludwigslust nach Sülstorf. In vermutlich 60 Waggons wurden 4350 Frauen und Männer zusammengepfercht. Während des gesamten Transportes gab es kaum Nahrung oder Wasser. Einen tragischen Höhepunkt bildete der dreitägige Aufenthalt des Zuges auf einem Abstellgleis des Bahnhofes von Sülstorf. Die meisten Häftlinge waren so erschöpft, dass sie die Waggons kaum aus eigener Kraft verlassen konnten. Sie erhielten in Sülstorf zum ersten Mal Nahrung, allerdings viel zu wenig. Es gab ungekochte Nudeln mit Zucker und Kartoffeln…“
Quelle: Gemeinde Sülstorf
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