Über die (kurzzeitig) längsten Fußgänger-Hängeseilbrücken der Welt - GEIERLAY und TITAN RT

 
Blick auf Mörsdorf (der Weg durch den Wald zur Brücke ist länger aber schöner als über das Feld)
Für einen schnellen Direktvergleich will ich beide in einem Artikel vereint vorstellen.
Während eines Moselurlaubs an der Mosel im März 2016 hörten wir erstmals etwas von der

Hängeseilbrücke Geierlay

und waren am nächsten Tag sofort dort!
Sie liegt mitten im Hunsrück über dem Mörsdorfer Bachtal zwischen den Gemeinden Sosberg (Kreis Cochem-Zell) und Mörsdorf (Kreis Rhein-Hunsrück) und hat eine Länge von 360 Meter (Höhe: 100 Meter).
Link des damaligen Besuchs dazu: Hängeseilbrücke Geierlay
Auch im vergangenen November ergab sich für mich die Gelegenheit eines erneuten Besuchs.
Was uns störte waren nicht die übervollen Parkplätze, sondern die langen Anmarschwege (besonders der Weg über ein Feld ist bei Wind unangenehm ).
Dafür begeisterte uns die Möglichkeit, die Brückenüberquerung mit einem mehr oder weniger langen Ringwanderweg zu verbinden.
Schaut selbst einige Aufnahmen vom vergangenen Spätherbst.

Anders die

Hängeseilbrücke an der Rappbodetalsperre im Harz.

Sie wurde am 7. Mai 2017 eröffnet. Der freihängende Abschnitt ist 458 Meter lang. Eine fast 500 Meter lange Hängebrücke gibt es seit Ende Juli 2017 in der Schweiz bei Zermatt; sie ist damit zumindest vorläufig noch die zweitlängste Hängebrücke, doch dahin ist mir der Weg zu weit.
Die Seilhängebrücke Titan RT verläuft in rund 100 Metern Höhe parallel zur 415 Meter langen Krone der Rappbodetalsperre und ist damit in Sachen Rekord in guter Gesellschaft. Die 106 Meter hohe Staumauer ist die höchste in Deutschland.
Besonders Mutige können in der Mitte der Brücke einen Pendelsprung, einen sogenannten Swing, wagen. Dabei springt man an einer 65 Meter langen Seilschaukel in die Tiefe.
Doch damit nicht genug.
Direkt unterhalb der Titan-RT befindet sich ein Erlebnis der Extraklasse. Der „GigaSwing“ ist der spektakulärste Pendelsprung Europas. Allein oder im Tandem, stürzen sich die Mutigsten aller Harzbesucher in die Tiefe – aber garantiert ohne mich!
Wer mehr wissen will kann hier nachlesen: Das müssen Sie über die Hängebrücke im Harz wissen

Am letzten Sonntag war die Brücke wegen des Sturmtiefs gesperrt - aber da hätten wir es sowieso nicht riskiert.
Dafür gehörte uns die Brücke – entgegen vieler anderslautenden Informationen (kein Parkplatz frei und lange Wartezeiten) - am darauffolgenden Montag bei schönstem Herbstwetter gegen 9 Uhr noch fast allein.
Hier gilt also die Devise:

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“

; besonders am Wochenende.
Auch gestern gab es wieder folgende Warnung: „Achtung++ Im Laufe des Tages zwischen 12 - 15 Uhr kann es zu längeren Wartezeiten kommen++“
Obwohl die Brücke ständig leicht vibrierte und man dadurch leicht torkelte, hatte ich auch hier mit der Überquerung keine Bauchschmerzen. Festes Schuhwerk solle man jedenfalls tragen.
Mir gefiel besonders der Blick Richtung Stausee der Talsperre Wendefurt und auf den Herbstwald.
Diesmal vermisste ich die Möglichkeit einer reizvollen Ringwanderung und den Blick auf die Brücke von unten (da dort Stausee). So traten wir wegen der anderen Perspektive den Rückweg über die Staumauer an.
Und am Nachmittag folge unsere erste lehrreiche Gipskarstrundwanderung in der kleinsten Schweiz Deutschlands, dem NSG „Rüdigsdorfer Schweiz“…
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5 Kommentare
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 05.11.2017 | 09:30   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 05.11.2017 | 10:06   Melden
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 05.11.2017 | 10:59   Melden
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Christa Mecke aus Thale | 05.11.2017 | 17:02   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 05.11.2017 | 19:55   Melden
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