Wir wollen das nicht! Stadträte von Brehna wollen weitere Sanierung der Stadt- und Klosterkirche verhindern!

Sandstein 2/3 verwittert
 
Große Verwitterungsschäden
Sandersdorf-Brehna: Stadt- und Klosterkirche | Am 16.9.2016 fand in der Kirche eine weitere Informationsveranstaltung über Sanierungsmaßnahmen an der Stadt- und Klosterkirche Brehna statt. Herr Superintendent Beuchel hatte eingeladen und dazu Herrn Weidner vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen - Anhalt, Herrn Schumann, Baureferent beim Kreiskirchenamt Wittenberg und Herrn Mantey vom Büro für Stadtplanung GbR gebeten.
Sowohl Herr Weidner, als auch Herr Schumann erklärten fachlich kompetent und fundiert die Notwendigkeit der Mauerwerkssanierung durch Putz.
Seit 26 Jahren hat die Ev. Kirchengemeinde Brehna viel Engagement und Herzblut in die Sanierung unserer Kirche aufgewandt.
Die riesigen Kirchendächer wurden in 3 Abschnitten saniert.
Im Innenraum konnte der Putz entfernt und neu verputzt werden.
Die nicht sanierungsfähige Decke wurde mit neuen Deckenplatten verkleidet.
Altersschwaches, morsches Gestühl im Nordschiff musste aus Sicherheitsgründen entfernt und der nun sichtbare Fußboden neu verlegt werden.
Die Orgel konnte dankenswerter Weise durch die Hilfe des Spenders Herr Anclam saniert werden.
Altar und Kanzel wurden gereinigt, gesichert und retuschiert.
Das dies bisher so gut gelungen ist, verdanken wir den Spenden der Kirchengemeindemitglieder, der Bevölkerung, den Mitgliedern des Fördervereins, dem Kirchenkreis, dem Landkreis Bitterfeld /Anhalt-Bitterfeld, Toto-Lotto, dem Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung und auch der Stadt Brehna. Dafür sind wir sehr dankbar und bisher gab es immer eine gute Zusammenarbeit.
2015 haben wir mit der Sicherung der Außenmauern durch putzen begonnen, da die Kirche an 5 Befunden durch den Bausachverständigen, Herrn Weidner, nachweislich schon früher verputzt war. Dazu wurde vor Baubeginn auch zu einer Informationsveranstaltung am 17.07.2015 eingeladen, an der aber kein Vertreter des Ortschaftsrates teilnahm.
Da solche Baumaßnahmen, wegen der Abrechnung von Fördermitteln termingebunden sind, musste zügig begonnen werden.
Im August 2016 war es uns möglich, mit dem 2. Bauschnitt, der Sicherung des ältesten und am meisten geschädigten Teiles, des Turmes, zu beginnen. Hier hat der Zahn der Zeit an den Steinen genagt, so, dass große Verwitterungsschäden aufgetreten sind. Auch die Vorfahren reparierten solche Schäden mit Material, welches gerade verfügbar war - Dachziegel, Ziegelsteinreste, Feldsteine. Damit dies aber wieder ein einheitliches Aussehen bekam, wurde darüber geputzt.
Keiner der heute lebenden Brehnaer hat die Kirche noch voll verputzt gesehen, weil der im Laufe der Zeit abgebröckelt ist. Aber, wer sehen will kann noch heute an vielen Stellen den Putz sehen, insbesondere in den Fensterfaschen und im Dachraum , wo Giebel nach Umbau im 16.Jh. nun im Innenraum liegen.
Das alles zählt für die Mehrheit der Brehnaer Ortschaftsräte nicht. Sie wollen dass die Außenmauern der Kirche, wieder besserem Wissen verfugt werden.
Abgesehen davon, dass das einen immensen, nicht finanzierbaren Aufwand bedeutet, wären alle schadhaften Steine durch neue zu ersetzen.
Die Stadträte, die die Meinung vertreten: „Wir wollen das nicht!“ haben bis auf einen, bisher keinen persönlichen Beitrag zur umfassenden Sanierung beigetragen.
Sie haben bei der Informationsveranstaltung im Kirchenraum lautstark und mit heftigem Beifall für ihre Sprecher ihre Meinung kundgetan. So als ob sie sich in der Ratsstube und nicht in einem Gotteshaus befinden.
Sie haben eine Unterschriftsliste übergeben, zu der ich nur sagen kann, dass diese so zustande kam, zumindest durch die Unterschriftensammler, die bei mir waren, bitte unterschreiben Sie, weil Herr Wolkenhaar Abgeordneter ist. Es wurden sogar Bürger im Kreiskrankenhaus aufgesucht. Ich sehe darin einen Missbrauch ihrer Wahlfunktion.

Annelies Schlesinger
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