W a (u) n d e r b a r e s Deutschland (5) – Vogelparadies Märkisch-Oderland

Vor der Napoleon-Eiche bei Altfriedland
  Neuhardenberg: Altfriedländer Teiche | Es folgt eine kleine Wanderung in das Vogelparadies Altfriedländer Teiche nordöstlich von Neuhardenberg.
Zuvor stößt man erneut auf eine monumentale quicklebendige Stieleiche, mit dem Namen

Napoleon-Eiche

„Die Napoleon-Eiche steht imposant an der B 167 zwischen den Abzweigen Karlsdorf und Altfriedland. Manchmal wird sie auch als Franzoseneiche bezeichnet. Napoleon hat aber mit Sicherheit nicht unter ihr „geruht“, vielleicht einmal ein französischer Offizier oder eine Gruppe Soldaten. Belegt ist aber auch dies nicht. Direkt über dem Erdboden hat sie einen Umfang von 9,2 Metern und in Brusthöhe immer noch beacht-liche 6,7 Meter. Das Alter wird mit 300-400 Jahren angegeben. Schon in den 1920er Jahren wurde dieser Baum als eines der schönsten Naturdenkmäler in der Gegend bezeichnet.“
Quelle:
http://www.amt-neuhardenberg.de/verzeichnis/objekt...
Nachdem ein Bürger der Region die persönliche Patenschaft für die Eiche übernommen hat, hoffe ich dass sie noch weit älter als 400 Jahre wird:

„Die Teiche nordwestlich der Ortschaft Neuhardenberg sind Teil des

Europäischen Vogelschutzgebietes Märkische Schweiz

. Am Rande des Oderbruchs, wo der Stöbber in die "Alte Oder" mündet, entstanden zwischen 1968 und 1972 durch Anstauung und Eindeichung eine größere Anzahl flacher Teiche, von denen der Kietzer See mit ca. 200 Hektar der Größte ist. Seit der Extensivierung der Karpfenmast veränderte sich hier die Vogelwelt, die heute eher der eines Flachsees gleicht. Etwa 600 Kraniche nutzen das Gebiet im Herbst als Schlafgewässer, aber auch einige Brutpaare sind zu beobachten. Bisher konnten hier mehr als 120 Vogelarten nachgewiesen werden, darunter Flussseeschwalben, Lachmöwen, Silbermöwen, Kiebitz, Kormoran, Gänsesäger, See- und Fischadler, Silberreiher Bläss- und Saatgänse.
Quelle
http://www.seenland-oderspree.de/Media/Attraktione...

Vom Parkplatz beim Gasthaus „Zur Wende“ (was hat das zu bedeuten?) führte an der uns schon aus der Märkischen Schweiz bekannten Lobber ein Wiesenweg zu zwei Beobachtungstürmen.
War das ein Radau, obwohl die richtige Vogelwanderung erst Mitte Oktober einsetzt.

Inzwischen sollte auch das Schilf vor den beiden Beobachtungstürmen gemäht sein, wie uns ein Ranger berichtete, so dass man nun auch eine phantastische Sicht auf die bis zu 40.000 Zugvögel hat.
Ähnlich wie wir es im letzten Oktober im Drömling erlebten:
http://www.mz-buergerreporter.de/calvoerde/reise/n...
Im Ort zurück hielt ich noch einmal an einer Feldsteinkirche an; 1230 als Nonnenkloster gegründet.
Ein alter Herr auf einem Fahrrad hielt ebenfalls. Und fragte uns, ob wir die Kirche besichtigen möchten. Was für ein Glücksumstand. Als ehemaliger Pfarrer hatte er die Schlüssel am Mann und konnte uns außerordentlich interessante Dinge zu diesem ehemalig bedeutsamen Zisterzienserkloster und auch der Schinkelkirche in Hardenberg erzählen.
Luther hat nicht nur Gutes bewirkt. Im Rahmen der Reformation wurde auch dieses Kloster aufgelöst und nur die Kirche später weiter genutzt (mehr dazu auf zwei abfotografierten Infotafeln).
Mit enormem finanziellem Aufwand ist man seit 1990 dabei, schrittweise die Kirche und die Klosterruinen zu sanieren.

In der nächsten Fortsetzung dieser Artikelreihe werden wir mal wieder richtig wandern, soviel sei schon verraten – in der wunderschönen Märkischen Schweiz.
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