Wer kennt diesen Baum im Wörlitz? – Auflösung

So sah die Stinkesche von der Gondel beim "Gotischen Haus am 7. September aus
Wörlitz: Wörlitzer Park | Am 9. September stellte ich diese Frage
http://www.mz-buergerreporter.de/oranienbaum-woerl...
Und wartete, und wartete auf eine Antwort.
Stundenlang hatte ich vergeblich im Internet gesucht. Doch was lange währt wird manchmal gut.

Am 02.10.2016 18:38 Uhr meldete sich nun Roland Horn unter dem Betreff: „Baum in Wörlitz“ bei mir.
Ich zitiere in Ausschnitten;
„Heute war ich mal wieder auf Deiner Seite unterwegs und habe den Baum (von meiner zweiten Heimat, Wörlitz) gesehen den Du nicht kennst. Der von Dir gezeigte Baum ist eine "Samthaarige Stinkesche" Warum sie "Stink" heißt weiß ich auch nicht aber ein's weiß ich genau. Sie ist immer im September wunderschön rot. Viele Grüße Roland“

Wie Recht er hat. Es ist eindeutig eine

Samthaarige Stinkesche

(auch treffend Honigbaum, Bienenbaum, Tausendblütenstrauch genannt)
wissenschaftlicher Name Tetradium daniellii
Aber da er im Juli/August eher unscheinbarere weiße Blüten hat (ähnlich wohl dem Holunder), sind das im September schon die roten Fruchtstände, wenn diese über Wochen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen sollen.
Wahrscheinlich ist der Baum (noch?) fast nur in Botanischen Gärten anzutreffen.

Dabei habe ich vorhin gelesen:
Der Bienenbaum ist ein spannender und in erwachsenem Alter pflegeleichter Baum für deutsche Gärten, den Imker schon längst als Bienen-Herbstfutter entdeckt haben und Gastronomen zunehmend benutzen, um die Biergarten-Tische insektenfrei zu halten. Pflanzen auch Sie rechtzeitig Ihren Bienenbaum, er braucht ein bisschen, bis er blüht.
http://www.gartendialog.de/gartenpflanzen/gehoelze...
Das bisschen können einige Jahrzehnte sein, dann braucht er aber meist mehrstämmig wachsend auch etwas Platz.
Das mit dem Stinken ist so eine Sache (Beim Berühren der Blätter). Was die einen nicht mögen gefällt an-dern. Trifft das vielleicht auf Wespen und Bienen zu?
Also wer mehr über den Baum wissen will kann sich hier belesen:
http://www.baumkunde.de/Tetradium_daniellii/
http://www.botgarten.uni-mainz.de/319.php

Nach deren Angaben schlussfolgere ich, dass der Baum mit seinen unzähligen Fruchtständen besonders im September sehenswert ist.
Es ist meine erklärte Absicht, an einem schönen Herbsttag erneut durch den Wörlitzer Park zu lustwandeln (Wer kommt mit?) und auch noch einmal nach dem Baum Ausschau zu halten. Und stinkend hatte ich den Baum, obwohl ich direkt unter ihm stand, keineswegs empfunden.

Auch mit der Giftigkeit ist es relativ. Ich habe nicht die Absicht, wie die Vögel, die Furanocumarine enthaltenden Früchte (denen eine phototoxische Wirkung zukommt) zu essen. Und die Blätter muss man auch nicht unbedingt berühren.

Heute nun habe ich mir gleich mehrere Taschenbücher zur Baumbestimmung bestellt. Bin gespannt ob die Stinkesche darin erwähnt wird.
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