Winterwanderungen im Einzugsgebiet der Freiberger Mulde

Winterwanderung auf einer "Radfernroute"
 
Bild von Orientierungskarte
Rechenberg-Bienenmühle: Waldgasthof & Pension Teichhaus | Die Freiberger Mulde entspringt in Tschechien auf dem Hauptkamm des Osterzgebirges zwei Kilometer südöstlich von Moldava (Moldau) als Moldavský potok (Moldauer Bach) in einer Höhenlage von 850 m ü. NN.
Bei Sermuth vereinigt sie sich mit der Zwickauer Mulde. Die gesamte vereinigte Mulde hat eine Gesamtlauflänge von 250 km .
https://de.wikipedia.org/wiki/Freiberger_Mulde
Was wohl viele nicht wissen!
Die Mulde ist der Fluss mit der im Durchschnitt höchsten Fließgeschwindigkeit in Europa, was folgende Quelle besagt.
https://www.uni-weimar.de/Bauing/wbbau/studium/zus...
Meine Suche nach der Muldequelle begann 2006 im tiefsten Winter. Nach einer wunderschönen langen Wanderung rund um Rechenberg-Bienenmühle, welches fast im Schnee versank, steuerten wir zielgerecht die örtliche Privatbrauerei Rechenberg an. Alle Male lohnenswert ist ein Museumsbesuch mit anschließender Bierverkostung.
Am nächsten Tag starteten wir mit dem Auto den Versuch, die Quelle zu finden. Auf einem kaum vom Schnee befreiten Feld-, später Waldweg, etwas westlich von Moldava, war das schon ein etwas wagehalsiges Unternehmen. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen hatten, schlitterte unser PKW auf dem zugeschneiten Fahrweg seinem vermeintlichen Ziel entgegen. Weiter als bis zu einem Schild auf einer Waldlichtung , das besagte, dass hier die Mulde entspringt, hätten weder wir noch das Auto fahren mögen (können!). Eine Quelle entdeckten wir im hohen Schnee nicht, dafür aber eine eisige und schöne Winterlandschaft. Bei diesen Schneemengen musste eine erhoffte Winterwanderung in das Quellgebiet hinein leider ausfallen.

Diese wollten wir im Januar 2008 nachholen. Zunächst fuhren wir vom Grenzübergang in Český Jiřetín (Georgendorf) mit dem Auto zur Talsperre Flaye (gespeist von der Flöha). Bei dichtem Nebel und einer nur schlecht vom Schnee befreiten Straße war auch das etwas abenteuerlich. An der einsamen Talsperre angekommen, kam bei Schneetreiben und einer Sichtweite von ca. 10 m keine rechte Freude auf. Wir ließen es auf einen (kurzen) Versuch ankommen. Da auch noch eisiger Wind blies, war der Spaßfaktor gleich Null.
Wir fuhren weiter nach Holzhau. Vom Waldgasthof Teichhaus aus wanderten wir am Nachmittag durch eine schöne Winterlandschaft nach Moldava. Für einen „Abstecher“ zur Muldequelle war es jedoch schon zu spät.

(Bei einem 3. Versuch im Herbst 2009 entdeckten wir wieder keine charakteristische Quelle, wie sie z.B. die Elbe im Riesengebirge hat. Dafür fanden wir aber ein romantisches Quellgebiet inmitten des hügeligen Wiesengeländes, wo an vielen Stellen kleine Rinnsale ein Weiterlaufen sehr erschwerten und sich allmählich zu einem kleinen Bach vereinigten. - Leider hatte ich damals nicht fotografiert, sondern nur gefilmt.)

Auf der Heimreise im Januar 2008 besuchten wir noch den Frohnauer Hammer in Annaberg-Buchholz und machten auch einen Tag in der kleinen Bergstadt Scheibenberg Station. Da „nur“ ca. 600 Meter hoch gelegen, war hier schon fast kein Schnee mehr zu sehen. Dafür aber präsentierte sich der Ort Mitte Januar noch immer weihnachtlich geschmückt gemäß der erzgebirgischen Tradition.

Wenn es in diesem Jahr schon wieder keine weiße Weihnacht gibt – ob wir vielleicht wie zum Jahreswechsel 2010 und 2014 mit einem plötzlichen kräftigen Schneefall überrascht werden? – Es muss ja nicht gleich so viel sein wie bei den von mir beschriebenen Wanderungen.
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 16.12.2015 | 07:04   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 16.12.2015 | 10:33   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 16.12.2015 | 11:17   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 16.12.2015 | 11:59   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 17.12.2015 | 10:47   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 17.12.2015 | 20:29   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 18.12.2015 | 07:57   Melden
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