Die Eifel - vor ca. 13.000 Jahren dramatische Urgewalten - heute ein traumhaftes Naturparadies (I.)

Blick auf das Ulmener Maar (im Vordergrund ein kleines Tiergehege)
 
Startpunkt Cochem
Ulmen: Ulmener Maar | Was wir euch, unsere lieben geduldigen Leser, hiermit wieder zumuten, hat mit einer kurzen Bildergalerie nichts gemein.
Wen es wirklich interessiert sollte etwas Zeit einplanen – und das für poplige 2 Urlaubstage (inklusive Eigenrecherchen)!

Schon bei meinem ersten Moselbesuch 2013 wollte ich in die Vulkaneifel. Es blieb damals aber nur beim Kauf einer Wanderkarte.
Diesmal, im März 2016 war ich besser vorbereitet – mit meinem am PC erstellten Reise- und Wanderführer, der besonders die Ziele meiner Wahl enthielt. Natürlich war mir schon vor Antritt der Reise klar, dass ich nur einen
Bruchteil davon kennen lernen konnte, es gab einfach zu viele verlockende Ziele. Obwohl mein Hotel an der Mosel stand, verbrachte ich zwei von fünf Aufenthaltstagen in der Eifel. Wenn man die vielen engen Haarnadelkurven nicht scheut, muss man von der Mosel nur nordwärts fahren und ist nach 10 bis 20 Kilometern mitten drin.
Nach einer hübschen Wanderung in ein Naturschutzgebiet an der Mosel und der Besichtigung der Reichsburg Cochem (beides wäre Stoff für einen neuen Artikel)
begann mein erster Eifel-Ausflug in Ulmen und dem erstmaligen persönlichen Blick auf ein Maar.
http://www.verkehrsverein-ulmen.de/index.php
In Ulmen gibt sich die Vulkaneifel noch einmal ganz gebündelt ein Stelldichein! Hier ist alles Eifelige in komprimierter Form versammelt: Es gibt eine Burgruine (Burg Ulmen, 1074 erstmalig urkundlich erwähnt), es gibt das Ulmener Maar, es gibt eine sehenswerte Kirche und grüne Natur Drumherum. Und das Ganze ist auch noch mit dem Auto gut zu erreichen,
„Man könnte sagen, es ist das Nesthäkchen der versammelten Maar-Familie. Mit seinem Alter von 9.500 Jahren gilt das 5ha große Ulmener Maar als jüngstes der Maare in der Eifel. Überragt wird das Ulmener Maar von der Ruine der Kreuzritterburg Ulmen aus dem 11. Jahrhundert. Von Burg Ulmen genießt man einen wunderschönen Blick auf das Ulmener Maar. Gleich daneben der Jungferweiher: der älteste und größte Vulkankrater der Eifel, der heute als Trockenmaar und wunderschönes Natur- und Vogelschutzgebiet Wanderer und Einheimische anzieht.“
Nach kurzer Erkundung der Burgruine mit reizvollem Blick auf das Maar entschloss ich mich sehr schweren Herzens, auf einen Rundgang um das Maar und den Jungferweiher zu verzichteten ( ein Tag ohne Nacht hat leider in unseren Breiten keine 24 Stunden) und stattdessen nach

Bad Bertrich

zu fahren. Zwischen Vulkaneifel und Mosel im idyllischen Üßbachtal gelegen, befindet sich im Kurort ein Kleinod der Erholung, die "Vulkaneifel Therme" mit der einzigen Glaubersalztherme in Deutschland! Allerdings interessierte mich an diesem Tag weniger die Quelle sondern mehr der erste europäische Landschaftstherapeutische Park, genannt Römerkessel“.
http://www.bad-bertrich.de/

„Konzipiert wurde der Park von dem Münchener Psychologen Reinhard Schober, der ihn nach dem Motto gestaltete: „Das Leben stellt die Menschen immer wieder vor die Herausforderung, die verlorene Balance und den Kontakt zur Natur wiederzufinden, um so eine mentale Ausgeglichenheit zu erreichen“. Hier setzt die Land-schaftstherapie an. Die Freude am „Draußensein“ in der Natur stillt die Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, Le-bendigkeit und Freude. Als Teil des Ganzen erfährt der Einzelne eine positive, emotionale Wirkung, die das Immunsystem stärkt und die Selbstheilungskräfte fördert.
Die Landschaftstherapie kombiniert bewusst unterschiedliche Elemente aus der Natur mit verschiedenen Themen, um bestimmte Reaktionen bei dem Betrachter zu erzeugen. So entstanden die sieben Themengärten, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen.“

Wer genügend Zeit hat, könnte im Park spielend einen ganzen Tag verträumen oder anspruchsvolle, aber be-eindruckende Tageswanderungen an den Hängen des „Römerkessels“ unternehmen. Wanderwege rund um den Kurort gibt es genügend. Ich traf einen Herrn mit Rucksack und Wanderstöcken, der gerade eine Tour beendet hatte und mir begeistert davon berichtete. Da muss ich wohl noch ein weiteres Mal nach Bad Bertrich fahren um dort eine wunderbare Wanderung zu unternehmen…
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 03.04.2016 | 22:13   Melden
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