Hängeseilbrücke Geierley - für wagehalsige Wander- & Rätselfreunde (traue ich mich trüber oder nicht)

Was könnte das wohl sein...
 
Sonnenuntergang an der Mosel
 
Reichsburg Cochem - eine Besichtigung sollte keiner versäumen!
Mörsdorf: Hängeseilbrücke Geierlay | Wer kennt dieses Piktogramm? Was bedeutet es und wo ist es zu finden?
- Auflösung folgt häppchenweise

Dem aufmerksamen Leser meines letzten Schnappschusses wird aufgefallen sein, dass ich die letzte Woche an der Mosel war. Eine der vielen Moselschleifen wird nicht als Rätsel gesucht. Aber es ist ganz in der Nähe der Mittelmosel zu finden.
Bei einer tollen Weinverkostung am Vorabend, erwähnte der Winzer auch, was man unbedingt besuchen sollte:
• Koblenz und Trier
• Beilstein, mit seinen 100 Einwohnern die Perle der Moseldörfchen
• die Vulkaneifel und
• xyz?


Eine Selbstverständlichkeit für uns, jeweils einen halben Tag in verschiedenen Weinorten und bei Winzern zu Besuch und den anderen Teil des Tages etwas Natur und Kultur fürs Gemüt.
Wir starteten am nächsten Morgen in der Nähe von Cochem mit seiner imposanten Reichsburg zunächst westwärts an der Mosel entlang.Wie täglich spazierten wir begeistert durch wenigstens einen historischen Winzerort, so heute durch Bruttig-Fankel und fuhren danach durch viele, viele Haarnadelkurven die steilen Weinbergterrassen hoch und weiter nach …

Die Beteiligung am Rätsel war leider bislang recht verhalten. Darum löse ich es eher als beabsichtigt auf. Das Piktogramm zeigt die

Geierlay – Es ist die"Längste Hängeseilbrücke Deutschlands", noch...

Seit ihrer Einweihung am 3.10.2015 hatte sie schon mit mehr als 100.000 Besucher bis zum Jahresende 2015.

Vorangestellt einige technische Details aus:
http://www.hunsruecktouristik.de/news/d-laengste-h...
http://www.geierlay.de/haengeseilbruecke/faktentec...

360 Meter lang und 100 Meter über dem Mörsdorfer Bachtal zwischen den Gemeinden Sosberg (Kreis Cochem-Zell) und Mörsdorf (Kreis Rhein-Hunsrück) ist die Brücke eine Attraktion für Schwindelfreie und Abenteurer.
Die Brücke hat unten eine Breite von 85 cm plus 2 x 8 cm seitlichem Kantholz (Total 101 cm) und ober 140 cm. Die Brücke ist für eine Nutzlast von 2 Personen je Laufmeter ausgelegt, also 720 Leute gleichzeitig auf der Brücke.
Eine Windgeschwindigkeit von 212 km/Stunde wurde in der Statik angesetzt. Da ist kaum jemand auf der Brücke.
Inklusive eines Gutachtens kostete das Projekt 1,1 Millionen Euro

Nach dem Vorbild Nepalesischer Hängeseilbrücken schwingt sich die "Geierlay-Hängeseilbrücke" von einem Brückenkopf zum anderen.
Erste Anlaufstelle für die Hängeseilbrücke ist das neuerrichtete Besucherzentrum „Geierlay“ in Mörsdorf, das auch eine Gastronomie beherbergt.
Die Brücke ist über einen Zuweg auch an den Saar-Hunsrück-Steig, den 410 Kilometer langen Premium-Fernwanderweg zwischen Perl/ Mosel, Trier und Boppard/ Rhein, angebunden und kann auch über weitere kleinere Rundwege erreicht werden.

Der Bau der Hängeseilbrücke ist in über 30 eindrucksvollen YouTube Videos von der„menschlichen Baustellenkamera“ Gunter Weber von der Firma GM-Film dokumentiert worden.
Hier geht’s zu den Videos!
https://www.youtube.com/channel/UCk7UTxBHKBD8tO7zN...

Woher nun der Name GeierLAY

Ley, auch Lay, Lei, Lai, ist eine im rheinischen und niederdeutschen Sprachraum häufig anzutreffende Bezeich-nung für Fels. Das Wort stammt aus Altsächsisch lêia. Es bezieht sich insbesondere auf „Felsabbrüche“ und „Felswände“, insbesondere aber „Felsplatte“. Des Weiteren findet es sich auch im Sinne „Schiefergestein“ oder „Tonschiefer“ (Leienstein), wie auch gebrochen als „Schiefertafel“ oder „Schieferplatte“ in der Dachdeckerei (Leiendecker).

Neben natürlichen Felswänden werden auch künstliche Steinbrüche, wie etwa die Basalt-Steinbrüche der Eifel, als Ley oder Lay bezeichnet. Die dort tätigen Arbeiter wurden Layer genannt.
Ein Beispiel ist die Loreley, bekannter Schieferfelsen am Rhein."

Wir starteten unseren Besuch vom Parkplatz bei dem Besucherzentrum in Mörsdorf über einen knapp 2 km langen Feldweg. Weil ein recht kräftiger Wind blies, war besonders meiner Frau etwas mulmig. „Wer weiß, ob ich die Brücke wirklich betrete?“
Doch am Ziel angekommen, konnte uns nichts bremsen. Auch wenn wegen Reparaturarbeiten darauf hingewiesen wurde, dass es auf der Brücke zu „Staus“ kommen könnte. Als wohl erste Besucher an diesem Tage marschierten wir schnurstracks los.
Die vier Frauen und Männer, die in der Mitte der Brücke arbeiteten, hatten unsere volle Bewunderung.
Denn sie hantierten nicht nur auf dem „Laufsteg“, sondern hingen auch außerhalb (!) des Seilgeländers fast unterhalb der Brücke, immerhin gab es schließlich beinahe 100 Meter unter ihnen nichts als Luft!
Klettersteigerfahren stellte sich bei uns beim Überqueren der Brücke keinerlei mulmiges Gefühl ein. Da war es auf mancher mächtig schwankenden Hängebrücke über reißende Flüsse im Kaukasus schon etwas anders.
Nach uns kommende Gäste sahen wir stattdessen schon nach einem kurzen Stück auf der Brücke umkehren.
Für solche wäre ein Parkplatz gleich in der Nähe angebracht.
Wir jedoch wollten nicht denselben, windigen und etwas langweiligen Feldweg zurück und entschlossen uns kurzerhand für die

„Große Geierlayschleife“

(es hätte auch eine kürzere Schleife gegeben).Eine der vielen tollen Traumschleifen hier in der Region.
Mehrere (Rund)Wege führen zurück nach Mörsdorf, bzw. erstmal in ein landschaftlich sehr reizvolles Tal.
Der Wanderer steht alle naselang vor einer Vielzahl von Wanderzeichen (Lays, Steige, Schleifen, Zuwege).
Durch die für uns etwas irritierende, wenn auch sehr umfangreiche Ausschilderung sind wir vielleicht auch ein bisschen mehr als die angekündigten 6 km - streckenweise identisch mit dem Saar-Hunsrück-Steig - gewandert. An einer 5-Wege-Kreuzung standen wir auch ein wenig rätselnd, welches denn der beste Weg für uns wäre. So waren wir recht glücklich, dass unser langer Aufstieg direkt am Dorfrand endete. Wenn auch der kalte Wind bei ca. 6 Grad Celsius nicht unser Freund war, machte die Landschaft alles wieder wett.
Zu gern möchte ich die Tour beim Blattaustrieb im Frühjahr oder dem bunten Herbstlaub wiederholen, trotz der ca. 500 km Anfahrt.
Im Anschluss bot sich wieder eine kleine Moselautorundreise an. Ab Bernkastel-Kues zurück Richtung Cochem.

Was wir zwischen dem Kloster Machern und dem Weinort Ürzig zu Gesicht bekamen war noch spektakulärer als die Hängeseilbrücke, nämlich die

im Bau befindliche Hochmoselbrücke

als Herzstück der 25 Kilometer lange, vierspurige Neubaustrecke der Bundesstraße 50 zwischen dem Autobahndreieck Wittlich und Longkamp.

http://www.hochmoseluebergang.rlp.de/index.php?id=...
„Mit der Hochmoselbrücke wird man in einigen Jahren eine der größten Brücken Deutschlands bestaunen kön-nen, unter der sogar der Kölner Dom einmal Platz hätte. In einer Höhe von rund 160 Metern wird sich das Bau-werk 1,7 Kilometer lang über das Moseltal spannen. Die Hochmoselbrücke ist dabei nur ein kurzes Stück eines Großprojekts, nämlich der Fernstraßenverbindung, mit der die belgischen/niederländischen Nordseehäfen sowie die belgischen Ballungsräume mit dem Rhein-Main-Gebiet verbunden werden.

Das gewählte Bauverfahren schont das Moseltal, das insbesondere durch Weinanbau und Tourismus geprägt ist, weitgehend. Die vorgefertigten Brückenteile aus Stahl werden am Widerlager Hunsrück montiert und fertig verschweißt mittels Pressen und Gleitlagern über das Moseltal geschoben."
Bei einer nach 2 Jahren wiederholten Verkostung einer süffigen „Ürziger Würzgarten Auslese“ erzählte uns die Winzerin, dass die Brücke beim Vorschub stündlich um 4 Meter wächst und es viele Schaulustige gibt, die extra zur Baustelle fahren.
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17 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 22.03.2016 | 06:51   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 22.03.2016 | 10:10   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 22.03.2016 | 10:56   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 22.03.2016 | 11:00   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 23.03.2016 | 09:17   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 23.03.2016 | 22:19   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 24.03.2016 | 19:11   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 24.03.2016 | 23:00   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 25.03.2016 | 14:35   Melden
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Peter Losch aus Quedlinburg | 27.03.2016 | 18:17   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 27.03.2016 | 20:49   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 27.03.2016 | 21:05   Melden
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Peter Losch aus Quedlinburg | 27.03.2016 | 23:25   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 28.03.2016 | 21:31   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 11.11.2016 | 07:00   Melden
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Peter Losch aus Quedlinburg | 11.11.2016 | 08:49   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 28.11.2016 | 22:50   Melden
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