Reise durch Niederschlesien in Polen – 11.) Schädelkapelle und verschwundene Berufe

Vor dem Kurpark von Kudowa-Zdrój
 
Wo steckt der Dirigent
Kudowa-Zdrój (Polen): Freiluftmuseum | 18. August 2016: Nach der Vormittagstour durch die "Bledny Skaly" hätten wir gern noch über die Europastraße 67 die europäische Kulturhauptstadt 2016 Breslau besucht. Doch fünf Stunden reine Fahrzeit waren uns – einen Tag vor der Heimreise – dann doch zu viel.
So machten wir noch einen ausgiebigen Kulturtrip durch die nähere Umgebung von:

★Kudowa-Zdrój (deutsch Bad Kudowa älter auch Bad Cudowa).

Es ist eines der ältesten Heilbäder des Glatzer Landes und Niederschlesiens in Polen.
Der weiträumige Kurpark (Park Zdrojowy) im einstigen Bad Kudowa ist sehr einladend gestaltet und lädt zum Verweilen und zum Erholen ein. In ihm sollen auch viele seltene Bäume und uralte Eiben, aber auch Rhododendren wachsen. Während unseres Spazierganges tauchte über uns eine Unmenge von Segelflugzeugen auf. Sehr neckisch fanden wir den „musikalischen“ Kreisverkehr an einem Eingang zum Kurpark.
Weiter ging es auf einer Nebenstraße zur Kaplica Czaszek, auch Beinhaus oder Schädelkapelle genannt.
An den Wänden im gewölbten Innenraum der Kapelle sind ca. 3 Tausend. dicht angeordneten Schädel und menschliche Knochen angeordnet, die Opfer von früheren Kriegen und Epidemien sein sollen. Weitere 20 bis 30.000 liegen in der Krypta unter der Kapelle.
Mit den vielen Schaulustigen mussten wir fast eine Stunde warten, ehe wir in den sehr kleinen Innenraum durften. Schade, das Fotografieren streng untersagt war, so kann ich nur mit einem recherchierten Foto dienen.
★ Nur ca. 100 m entfernt befindet sich ein bemerkenswerter Bauernhof, der Skansen Szlak Ginacych Zawodow – (Freiluftmuseum) “Frisch gebackener Brot” bzw. „Weg der veschwundenen Berufe“
„Nur hier bei einem Besuch können Sie die vom Aussterben bedrohte Berufe Töpferei, Schmiedekunst , Weben und Bäcker sehen.
Wir bieten eine Verkostung von Landbrot mit Schmalz, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mehrere der Landwirtschaftsminister …“.
Quelle:
http://www.szlakginacychzawodow.com.pl/
★Leider war er aber bei unserem Besuch dieser Hof geschlossen. So fuhren wir 8 km in ein kleines abseits gelegenes Bergdörfchen weiter mit einem beachtlichen Freiluftmuseum.
Muzeum Kultury Ludowej Pogórza Sudeckiego (Museum für Volkskultur der Sudeten Vorberge).
Viele der historischen Holzbauten (darunter auch darunter ein Amphitheater, Windmühle, Glockenturm und Kapellen) sind malerisch an einem steilen Berghang angeordnet. Und fast alle konnten auch besichtigt wer-den. Jedes Haus ist großzügig mit alten Möbeln und Gegenständen ausgestattet, die seit dem achtzehnten Jahrhundert verwendet wurden.
„Solch eine große Sammlung von Werkzeugen und Handwerker (Schuhmacher, Schneider, Sattler, Leder, Küfer, Stellmacher und Hufschmiede) wahrscheinlich nirgendwo anders finden, trotz der Tatsache, dass in vielen Orten immer mehr Museen und Freilichtmuseen.
Guides unsere Kollektionen sind Profis, gut vertraut mit diesen verschwinden Berufen und in der Lage zu sprechen über sie als Eingriff und unkonventionell. Ein Besuch bei uns wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt sein.
Quelle:
http://www.kudowa.pl/pl/atrakcje/skansen
Hier habe ich auch den Bügeleisenofen entdeckt:
http://www.mz-buergerreporter.de/sandersdorf-brehn...
★An den Samstagen wird auch hier Brot frisch gebacken, doch da waren wir leider auf der Heimreise. Zum Trost aber wieder auf einigen sehenswerten Umwegen; wie der Schatzkammer des böhmischen Königreichs, Kutná Hora (Kuttenberg)…
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 02.01.2017 | 23:01   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 03.01.2017 | 10:43   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 03.01.2017 | 11:01   Melden
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Heiko Scharf aus Bernburg (Saale) | 07.01.2017 | 16:26   Melden
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