Reise durch Ostböhmen – 9.) rund um die Braunauer Wände

Blick auf die Bergkette der Broumovské stěny
  Suchý Důl (Tschechische Republik): Kamenná brána | Broumovské stěny (auch als Falkengebirge oder Sterngebirge bekannt).

Für Liebhaber von schaurig schönen Felsschluchten und –Gebilde.

Auf Grund der Invasion von Tagesgästen in der Adersbacher Felsenstadt war ich unschlüssig ob ich auch die Teplitzer Felsenstadt ein drittes Mal besuchen sollte. Vergleiche:
http://www.mz-buergerreporter.de/sandersdorf-brehn...

In unserem Hotel bekam ich dann den ausschlaggebenden Tipp, dass manche stattdessen die weniger bekannten Braunauer Wände vorziehen , weil bei weitem nicht so überlaufen.
Schon bei meiner Reisevorbereitung war ich auf diese Alternative gestoßen:
http://www.hkregion.cz/dr-de/101051-broumovske-ste...
„…Ein 12 km langer Bergrücken in Ostböhmen, der sich zwischen den Städten Police nad Metují und Braunau (Broumov) zieht…
Das Gebiet ist vielleicht nicht so bekannt wie Adrspašské skály und Tepliceké skály, aber auch in den Braunauer Wänden findet man wunderschöne Felsenstädte, Felsentürme (manche bis zu fünfzig Meter hoch), Klüfte und zahlreiche Aussichtspunkte, die schöne Aussicht in die Landschaft bieten.
Im Jahre 1956 wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt.
Die Braunauer Wände (Falkengebirge) sind wie geschaffen für jene, die dem Touristenansturm aus dem Weg gehen wollen und die wunderschönen Felsgebilde, tiefen Schluchten, Abgründe, Felsklüfte und weiten Ausblicke von den Felsaussichtspunkten in aller Ruhe genießen wollen…“

Vorsorglich hatte mir eine schon zu Hause einen Rundwanderweg von ca. 10 km ausgedruckt.
Gegen 10 Uhr starteten wir wie gewohnt fast als die ersten von dem in ca. 700 m Höhe gelegenen Wanderparkplatz.
Diese Tour hatte einen ganz anderen Charakter und erinnerte uns häufig an Szenen aus „Freischütz“, „Wildschütz“ oder Wilhelm Tell...
Auf steilen schmalen, steinigen dunklen Waldpfaden ging es ständig Hang ab und Hang auf. Gelegentlich erhaschten wir dabei interessante Felswände und Felsgruppen. Wir nahmen uns viel Zeit zum Betrachten und Bestaunen.
Nach uns endlos erscheinenden zwei Stunden Wanderung ging es wieder hinauf zum Bergrücken auf einer aus großen Felsbrocken regelrecht angelegten Trasse (nichts für Fuhrwerke oder Mountain Bikes).
Schließlich erreichten wir doch noch unser eigentliches Ziel. Das:

Kamenná brána (Steintor)

Siehe:
http://www.mz-buergerreporter.de/sandersdorf-brehn...
Nicht so groß wie das Prebischtor in der Böhmischen Schweiz, aber trotzdem recht eindrucksvoll.
Es handelt sich um einen 5,5 m langen, 2 m breiten und 2 m hohen Steinblock, der sich über 2 andere große Steinblöcke wölbt.
Ähnlich abwechslungsreich und sehr „STEINpilzreich“ entlang an Hochmooren war der Rückweg zum Parkplatz.
Wären wir nicht etwas abgekämpft gewesen, hätten wir noch eine weitere Runde zu der sehr bekannten barocken Bergkapelle dran gehängt. Denn der von den Touristen meistbesuchte Zielort soll der östlich gelegene Berg Hvĕzda mit der Barockkapelle und Gaststätte auf dem Gipfel sein. Doch allzu viel zerreißt den Sack!
Stattdessen besuchten wir nachmittags nochmals das historisch sehr bemerkenswerte Städtchen Braunau (Broumov).
Es wäre ein interessantes Thema für einen weiteren Artikel:
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
http://www.broumov.net/de/vismo/dokumenty2.asp?id_...
• „Für die Kulturgeschichte der Stadt Braunau sind zwei Tatsachen bedeutend: Die sieben Jahrhundert dauernde Tätigkeit des Benediktinerorden und auch der erfolgreiche Aufstieg der Stadt, gegeben schon von ersten Jahren Existenz abhängig von der Prosperität des Tuchmachergewerbes.
• Der historische Kern der Stadt hat sich bis zur heutigen Zeit den Grundriss in schlesischen Art bei-behalten, für welchen zwei mit einander parallele verlaufende Hauptstraßen, durch den ganzen Ver-bau durchgehend, von zwei Seiten einen großen Marktplatz begrenzt und bei den gegenüberliegen-den Toren zusammen treffend, charakteristisch sind.
• Die ursprüngliche mittelalterliche hölzerne Verbauung ist bis auf die Friedhofskirche "Zur Unserer Lieben Frau" nach den mehrmaligen Bränden restlos verschwunden.
Braunau war übrigens vor dem zweiten Weltkrieg fast nur von Deutschen bewohnt.
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Lothar Teschner aus Merseburg | 01.12.2016 | 17:45   Melden
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