Reise/Abstecher von Ostböhmen nach Niederschlesien – 10.) Heroisch durch die „Wilden Löcher“

Bledna Skaly - Irrende Felsen - oder sich leicht verirrende Menschlein
 
18. August - auf zum Sturm der Felsenstadt
Kudowa-Zdrój (Polen): Błędne Skały |

Die "Bledny Skaly" (zu Deutsch Irrende Felsen oder Wilde Löcher)

sind die bekanntesten Sandsteinformation im polnischen Großen Heuscheuergebirge (Góry Stołowe).
Sie sind Teil des 1993 gegründeten Nationalparkes. Dieser gehört zum Gebiet Mittel-Sudeten, am west-nördlichem Rand von Kłodzko-Land (Glatz-Land), an der polnisch-tschechischen Grenze im südlichen Teil von Niederschlesien.
★Der Nationalpark ist der in Polen liegende süd-westliche Teil einer ausgedehnten Sandsteinplatte. Der nördliche Teil befindet sich in der Tschechischen Republik, wo er Broumovské stěny und Policke stěny heißt.
★Obwohl mir vorher bewusst war, dass wir jetzt in den Sommerferien bei weiten nicht so allein sein werden wie tags zuvor in eben diesen Braunauer Wänden Riskierten wir es doch:
http://www.mz-buergerreporter.de/sandersdorf-brehn...
★Dieses Strengschutzgebiet "Bledny Skaly" hat nur eine Fläche um ca. 22 ha. Es fasst die Gruppe von den besonderen Felsenformen mit der Höhe um 6 bis 11 m um, die infolge die Witterung des Absonderungs-Sandsteines entstanden sind. Błędne Skały ist ein Labyrinth von Felsenspalten und -gassen, manchmal ungewöhnlich schmal, die die Felsenblöcke (einige zehn Meter Höhe) voneinander trennen.
Quelle:
http://www.fun-arena-germany.de/index.php/de/102-w...

Weil wir wie an jedem Urlaubstag einiges vorhatten, entschieden wir uns anstelle des zeitraubenden Auf- und Abstieges auf den Großen Heuscheuer, doch die gebührenpflichtige Auffahrt vorzuziehen. Jeweils zur vollen Stunde hat man 15 Minuten Zeit auf den oberen Parkplatz zu fahren (und zur halben Stunde entsprechend wieder runter). Auf der teils beängstigenden Schotterpiste anders nicht machbar.
Wegen der Anfahrt erreichten wir leider erst 9:15 Uhr den unteren „Startplatz“ der sich nach uns rasend schnell füllte. Gleichzeitig machten sich viele Besucher schon zu Fuß auf den Weg.

Vom oberen Parkplatz hatte man dann noch ca. 1 km Fußweg zum Kassenhäuschen vor dem Felsenlabyrinth. Und da hatte sich schon eine große, ständig länger werdende Menschschlange gebildet.
★Aber endlich konnten wir 10:30 Uhr das nur in einer Richtung begehbare Labyrinth betreten. Denn der Weg durch die Wilden Löcher war meist extrem schmal. Auch musste man trotz des Hochsommers höllisch aufpassen, dass man zwischen den Sandsteingebilden auf den Holzbohlen blieb, wollte man keine nassen Füße bekommen.
Auch waren in diesem verwirrenden Labyrinth einige Passagen so eng und niedrig, das nichts anderes übrig blieb als mit dem Rucksack in der Hand fast auf allen Vieren zu kriechen.

Trotzdem war der Spaß- und Erlebnisfaktor außerordentlich hoch.

Etwa vergleichbares auf so kleinem Raum hatten wir bislang noch nicht gesehen; auch nicht in den Felslabyrinthen der Sächsischen Schweiz.

★Sehr hilfreich fanden wir, dass wenigstens in diesen (ver)irrenden Felsen vor besonders markanten Felsfiguren viersprachige Hinweistafeln standen. So blieb es uns erspart, erst herumrätseln zu müssen, wonach manche markante Felsen aussehen. Dazu wäre bei den nachdrängenden Menschenmassen auch kaum Zeit geblieben.
★Hier nur einige der Namen (vergleiche Bild 3):
1. Steintisch, 2. Steinsattel/ Kamel, 3. Schädel, 4. Schiff, 5. zweibeiniger Pilz, 7. Bargeld/Theaterkasse, 8. Hühnerbein, 9. Langer Durchgang.10. Küche (Taverne). Und zuletzt ein erlösendes Steintor…
Mit etwas mehr Ruhe hätte man mit Sicherheit noch viel mehr Figuren entdeckt… und sich trotz der kleinen Fläche ohne vorgegebene Wegen aber in diesem Labyrinth hoffnungslos verirrt!!!
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Lothar Teschner aus Merseburg | 29.12.2016 | 08:30   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 29.12.2016 | 09:02   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 29.12.2016 | 12:08   Melden
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Roland Worch aus Aschersleben | 29.12.2016 | 13:53   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 29.12.2016 | 14:46   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 29.12.2016 | 16:11   Melden
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Yvonne Rollert aus Halle (Saale) | 02.01.2017 | 09:27   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 10.01.2017 | 09:57   Melden
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