Demografiekongress des Saalekreises und des Burgenlandkreises

Staatssekretärin Anne-Marie Keding für Landwirtschaft und Umwelt mit der Abgeordneten Uda Heller (CDU) im Ständehaus
Am 15. Mai 2014 fand in der Dom- und Hochschulstadt Merseburg die Auftaktveranstaltung zum Demografiekongress des Saalekreises und des Burgenlandkreises statt.
Im historischen Ständehaus nahmen etwa 130 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Soziales an den Impulsvorträgen und der Abschlussdiskussion teil.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen und dem Landrat des Saalekreises, Frank Bannert. Zur Entwicklung des ländlichen Raums in Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der EU-Strukturfondsperiode 2014 bis 2020 referierte Anne-Marie Keding, Staatssekretärin für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt. Kommunalpolitische Erfahrungen und Leitgedanken zur demografischen Entwicklung für den Saalekreis und den Burgenlandkreis teilten Landrat Bannert (Saalekreis) sowie Herr Engelhardt, der als Vertretung für den erkrankten Landrat des Burgenlandkreises, Harri Reiche, auftrat.

Die zukünftige Herausforderung in bundes-, landes- und kommunalpolitischer Hinsicht ist die Fachkräftesicherung im ländlichen Raum. Der Geschäftsführer der isw Institut GmbH, Herr Dr. Michael Schädlich, stellte dazu empirische Befunde zur Nachwuchsgewinnung in der Landwirtschaft und im Gala-Bau aus der Region Burgenlandkreis vor. Im Jahr 2013 waren im Burgenlandkreis 29 % der offenen Ausbildungsstellen nicht besetzt. Laut Umfrage erfolgte die Ausbildungsplatzsuche der Schulabgängerinnen im GALA-Bau individuell und ohne Inanspruchnahme externer Kooperationspartner.
Wesentliche Faktoren für die Wahl des Ausbildungsplatzes sind in erster Linie Verdienst/ Ausbildungsentgelt, die Nähe zur Familie, die Qualität der Ausbildung und die Chance auf Übernahme in ein Arbeitsverhältnis. Besonders alarmierend: Die befragten Jugendlichen des Burgenlandkreises tendieren zur Abwanderung. Etwa 42 % von ihnen würden nach Ausbildungsabschluss die Heimat verlassen.

Demografie ist kein "Modethema" - wie lassen sich also die Ansätze der Kommunalpolitik ändern, um in einer alternden Gesellschaft zukunftsfähig zu bleiben?
Wie können die Landkreise und das Land Sachsen-Anhalt den Herausforderungen des demografischen Wandels gerecht werden?
Diese und andere Fragen nahmen die Besucher aus der gelungenen und sehr gut organisierten Auftaktveranstaltung am Mittwoch mit.
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