fernes fremdes Wasser

Um es gleich vorweg zunehmen: ich halte nichts von einer Wasserversorgung aus einem anfälligen Oberflächengewässer, das viele, viele Kilometer weit entfernt vom Verbrauchsort liegt und zudem dadurch die Kontrolle über die Art und Weise der Gewinnung und Aufarbeitung und somit auch über die Qualität des Wassers dem Verbraucher, also uns, noch mehr entzogen wird.
Und für die Region Sangerhausen kann ich eine Notwendigkeit für diesen Schritt überhaupt nicht nachvollziehen, sieht man einmal von Geld- und Machtinteressen ab.
Zu Recht gibt es Änderungsbegehren betroffener Verbraucher, wenn die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser von dem dafür verantwortlichen und bezahlten Trinkwasserzweckverband nicht gewährleistet wird. Doch ist es zu kurz gedacht, solche Probleme mittels Fernwasserbezug zu lösen.
Stattdessen können vorerst technische Lösungen helfen, gesundes Wasser aus unserer Region zu liefern. Viel wichtiger und in der Debatte quasi gar nicht aufgetaucht ist doch der Ursachenzusammenhang. Ist die Verunreinigung unseres Wassers nicht dem wahnsinnigen Einsatz von Düngemitteln auf eigentlich sehr fruchtbaren Böden durch unsere getätschelte Landwirtschaft geschuldet? Würde man diesem Frevel einen Riegel vorschieben, hätten wir wunderbares Trinkwasser aus unserer Region - und zwar ohne Mehrkosten, ohne Zugabe von Reinigungschemie und ohne Fremdbestimmung. Den vielen, aber gesunden Kalk in meinem Wasserkocher nehme ich dafür gerne in Kauf.
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