Dominik und Phillip retten Weihnachten

„Ich kann nicht einschlafen.“ Dominik lag nun schon sehr lange wach. „Ich bin viel zu aufgeregt.“ Weihnachten lag nun nur noch ein paar Stunden hin. „Du musst aber schlafen sonst bist du morgen müde und nicht ausgeruht.“ Mama versuchte Dominik zum Schlafen zu bringen und war auch erfolgreich.
Laute Stimmen und lautes Klopfen weckten die Jungs wieder auf. Dominik dachte an das was Mama sagte, aber wie sollte er bei dem Krach schlafen? Erstaunt schaute er sich um. Viele kleine Zwerge rannten wild umher. Und Dominik stellte fest das sie in einer Werkstatt waren, nur wieso und wem gehörte diese Werkstatt? „Dominik, wer sind die?“ Phillip klammerte sich ängstlich an seinen Bruder. „Ich weiß es nicht.“ Als die Tür aufflog und ein dicker Mann im roten Anzug die Werkstatt betrat wurden die Zwerge etwas ruhiger. War das vielleicht der Weihnachtsmann? Es gab nur einen Weg das herauszufinden. Fragen. Dominik ging auf den dicken Mann zu, Phillip blieb dicht hinter ihm.

„Bist du der Weihnachtsmann?“ „Ja der bin ich. Aber wer seit ihr? Ihr seid keine meiner Wichtel.“ „Wer sind denn Wichtel?“, wollte Phillip wissen. „Die kleinen Zwerge die hier wild umher laufen sind Wichtel.“ „Ich bin Dominik und das ist mein Bruder Phillip.“ „Was machen denn die Wichtel?“, fragten beide. „Die kleinen helfen mir die Geschenke für Weihnachten fertig zu stellen. Sie sind mir eine große Hilfe.“ „Weißt du vielleicht wie wir hierhergekommen sind?“ „Das wollte ich euch eigentlich fragen.“ „Wir hatten gehofft du könntest uns das beantworten.“ Der Weihnachtsmann wollte gerade so darüber nachdenken als es einen lauten Knall gab und dann noch einen. Nun rannten die Wichtel richtig wild herum. „Was war das?“, wollte Phillip wissen. „Oh nein. Die Maschinen sind kaputt gegangen. Was für eine Katastrophe.“ Der Weihnachtsmann schlug die Hände über den Kopf zusammen. „Was sollen wir jetzt bloß tun, Weihnachtsmann?“, fragten ihn die Wichtel. Phillip und Dominik beobachteten alles. „Was sind das denn für Maschinen?“ „Diese Maschine baut die Spielzeuge und diese Maschine steckt die Spielzeuge in die Verpackungen und diese Maschine wickelt die Geschenke in schönes Papier ein und verziert das noch alles.“ „Kann man die nicht reparieren?“ „Doch aber das würde jetzt alles zu lange dauern. Ich kann keine Geschenke unter die Weihnachtsbäume legen.“ Dominik und Phillip sahen sich an, sollte das etwa heißen das Weihnachten ausfällt? „Heißt das es gibt keine Geschenke?“, fragte Phillip und der Weihnachtsmann sah traurig zu Boden. Dominik überlegte wie sie dem Weihnachtsmann helfen konnten. Und dann hatte er eine Idee. „Wir helfen dir.“ „Davon lässt sich die Maschine auch nicht schneller reparieren.“ „Nein so meinte ich das nicht. Wir werden alles mit der Hand machen. Wir sind doch genug Wichtel.“, sagte Dominik und sah den Weihnachtsmann an. „Ein paar werden die Spielzeuge bauen, ein paar werden die Spielzeuge in die Verpackung legen und die anderen werden die dann hübsch einpacken und schmücken.“ Niedergeschlagen ging der Weihnachtsmann aus der Werkstatt. Hatte er Dominiks guten Plan nicht gehört? „Weihnachtsmann wo willst du hin?“, fragte Phillip und sah das Dominik ganz traurig war weil er seinen Plan nicht achtete. Fest entschlossen Dominiks Plan umzusetzen nahm Phillip sich Werkzeug und begann einen Teddy zusammen zu nähen nur leider stach er sich immer in den Finger. Ein Wichtel Mädchen konnte sich das nicht mit ansehen und nahm Phillip die Nadel weg. So wird das ja nie fertig.“, lachte sie Phillip an. Milly begann den Teddy zusammen zu nähen und Phillip durfte Watte in den Teddy stopfen und eine süße Schleife um den Hals binden. Dann packte er ihn in einen Karton und Dominik begann das Geschenkpapier drum zu legen und eine Schleife auf das Paket zu kleben. „Was ist los? Kommt schon. Weihnachten steht vor der Tür. Der Plan von Dominik kann funktionieren aber nur wenn ihr mithelft.“, sagte Milly und schaffte es die anderen Wichtel zu überzeugen mit zu helfen. Gemeinsam nähten sie Teddybären, Stoffpuppen. Bauten Kistenclowns, Feuerwehrautos. Soldaten, Malbücher. Alles wurde in Kisten gelegt und schön verpackt.
Bald stapelte sich ein riesiger Berg mit Geschenken auf dem Boden. „Wo ist denn der Sack vom Weihnachtsmann?“ „Ich hole ihn.“ „Nein ich hole den Sack.“ Herbert und Kunibert stritten sich wer denn den Sack aus dem Schrank holen durfte. Milly ging dazwischen. Sie hielt je einem die Hand vor den Kopf um sie zu trennen.

„Der Sack ist groß genug. Ihr habt beide was davon.“ Milly trat beide in den Po. Schnell rannten die zwei vor ihr weg und holten den Sack aus dem Schrank. Sie brachten ihn zu Dominik und Phillip. Beide begannen die Geschenke ein zu packen. Der Sack wurde schnell größer und größer. Bald mussten sie auf eine Leiter klettern weil sie nicht mehr hoch reichten. „Jetzt müssen wir nur noch den Weihnachtsmann holen.“ „Ich will ihn holen.“ „Nein ich will ihn holen.“ Schon wieder stritten Herbert und Kunibert, rannten aber sofort los als sie Millys bösen Blick sahen.

„Das musst du dir unbedingt ansehen, Weihnachtsmann. Da haben wir alles allein geschafft.“ Der Weihnachtsmann staunte nicht schlecht als er den vollen Sack mit Geschenken sah. „Ganz allein haben wir das nicht gemacht. Das haben wir nur Dominik und Phillip zu verdanken. Wenn sie nicht diese gute Idee gehabt und den Anfang gemacht hätten, wäre noch alles so wie vorher. Und du hast nicht an seinen Plan geglaubt.“ Der Weihnachtsmann strahlte die beiden an und schnappte sich den Sack und marschierte Richtung Tür. Dominik und Phillip blieben in der Werkstatt zurück. „Kommt schon ihr beiden auf in den Stall.“, hörten sie den Weihnachtsmann sagen. Im Stall angekommen staunten sie beiden nicht schlecht als die den großen Schlitten sahen. Und die fliegenden Rentiere waren auch da.

„Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Donner, Blitzen und Rudolph.“ Der Weihnachtsmann zeigte auf seine Kameraden. „Hallo.“, sagten die beide von weitem. In echt waren sie noch viel größer als in Büchern beschrieben. Sie staunten über die Anmutigenden Tiere. „Kommt rein Jungs, die beißen nicht.“ Vorsichtig traten sie näher heran. Streichelten sie und ließen sich einen Kuss auf die Nase geben. „Bringst du uns jetzt nach Hause?“, fragte Phillip. „Noch nicht erst mal werdet ihr mir helfen die Geschenke auszuliefern. Ich bin viel zu spät dran. Los steigt schon mal auf den Schlitten.“ „Ich will Rudolph an die Spitze setzen.“ „Nein ich will Rudolph an die Spitze setzen.“ Die Wichtel beachteten den Streit gar nicht und spannten alle Rentiere an, auch Rudolph. „Och Menno, das ist deine Schuld.“ „Nein ist es nicht, es ist deine Schuld.“ Nun begannen sich Herbert und Kunibert zu prügeln.

Man nahm die beiden nur noch als ein Knäuel war. Der Weihnachtsmann klatschte in die Hände und plötzlich trugen Dominik und Phillip ebenfalls einen roten Anzug und einen roten Mantel und sogar die Weihnachtsmütze. Da staunten die beiden aber als sie an sich runter schauten. „Jetzt sehen wir ja aus wie der Weihnachtsmann.“, lachte Phillip und auch Dominik fand das sehr amüsant. „Gut festhalten Jungs. Wir starten.“ Der Weihnachtsmann brachte den Schlitten in Bewegung und dann flogen sie aus dem Stall. Die Jungs winkten den Wichteln zum Abschied. Nun sahen die Wichtel aus wie Ameisen und bald konnte man sie gar nicht mehr sehen.

„Wo geht’s denn jetzt hin?“, fragten die beiden. „Wir fliegen jetzt in alle Länder um den Kindern ihre Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen.“ Die Rentiere flogen so schnell das Phillip fast seine Mütze verloren hätte. An jedem Haus machten sie halt und ließen die Geschenke da. Dominik und Phillip durften sogar auch den Schornstein runter rutschen. Das machte riesigen Spaß und Phillip wünschte sich er wäre der Weihnachtsmann.

Als sie fertig waren war es schon sehr spät. Phillip schlief schon auf dem leeren Sack. Vorsichtig weckte ihn der Weihnachtsmann, er wollte ihnen ja danken. „Wir sind jetzt bei euch zu Hause. Vielen Dank das ihr mir geholfen habt. Ihr habt euch ein warmes Bett verdient. Gute Nacht.“
Als Dominik später aufwachte trug er seinen Schlafanzug und auch Phillip hatte kein Weihnachtsmannkostüm mehr an. „War das alles bloß ein Traum?“, fragte Dominik sich und wollte Phillip gerade fragen ob er das gleiche geträumt hatte als Mama mit 2 Geschenken ins Schlafzimmer kam. „Wir bekommen doch erst nachdem Abendbrot unsere Geschenke.“ „Ja aber hier hat der Weihnachtsmann drauf geschrieben: Für Dominik und Phillip. Bitte sofort öffnen.“, las Mama vor. Dominik und Phillip nahmen ihrer Mama das Geschenk ab und öffneten es. Beide strahlten als sie erkannten was es war. Der Weihnachtsmann hatte ihnen, das Kostüm das sie trugen, geschenkt. Und drinnen war auch noch ein Foto. Da waren der Weihnachtsmann und seine Wichtel drauf. Das war wirklich ein tolles Geschenk. Sie hatten es also doch nicht geträumt.
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Franziska Georg aus Sangerhausen | 01.12.2012 | 18:46   Melden
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