Mit der „Initiative Inklusion“ verbessern Bund und Kammern die Einstellung von Menschen mit Behinderungen in Betriebe

Der demografische Wandel wird uns in Zukunft neue Aufgaben stellen und ein
Umdenken bzw. Umlenken in vielen Bereichen erfordern. Davon hängt auch
der wirtschaftliche Erfolg unseres Landes ab. Vor allem die Fachkräftesicherung wird zu einer wesentlichen Zukunftsherausforderung, die gestaltet werden muss. Vor allem Menschen mit Behinderungen bieten vielfältige Beschäftigungs-potentiale, die noch nicht ausgeschöpft sind. Gute Beispiele zeigen, dass sie am richtig ausgewählten Arbeitsplatz leistungsfähig sind und die Belegschaft bereichern. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen bieten ein großes Potenzial an Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für
schwerbehinderte Menschen. Ihnen fehlt jedoch oftmals das Wissen,
Menschen mit Behinderungen einzustellen oder weiter zu beschäftigen.

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
gemeinsam mit den Kammern (Handwerkskammern, Industrie- und
Handelskammern, Landwirtschaftskammern) die „Initiative Inklusion“
gestartet. Vor Ort sollen mit Hilfe der Kammern die Kompetenzen in den
Betrieben für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gestärkt
werden. Ziel ist es, zwischen Kammern und Trägern der Arbeitsvermittlung,
Rehabilitationsträgern, Integrationsämtern, Integrationsfachdiensten und
weiteren Stellen, die Arbeitgebern Unterstützungsleistungen anbieten, ein
Netzwerk aufzubauen. Durch gezielte Information und Beratung sollen die
Kammern gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen mehr Ausbildungs- und
Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen schaffen.

Dafür können die Kammern über den Bund Geldmittel beantragen. Für jede
Kammer steht ein Festbetrag in Höhe von bis zu 100 000 Euro bereit. Derzeit
haben 32 Kammern entsprechende Förderanträge gestellt, von denen 21 mit
ihrer Projektarbeit bereits gestartet sind.
Dies soll und kann erst der Anfang sein.
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Uda Heller aus Sangerhausen | 16.10.2014 | 08:58   Melden
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