Markt in Burgliebenau - Anwohner fühlen sich vom Ortschaftsrat übergangen

Bezugnehmend auf den Artikel - Stadtgespräch am 21.04.2015 - möchte ich als Bürgerreporter aus dem Saalekreis, der die hallesche Ausgabe der MZ liest, über einige Vorkommnisse in meinem kleinen Wohnort, der im Saalekreis liegt, nämlich Burgliebenau einem Ortsteil von Schkopau, berichten.


Seit nunmehr 8 Jahren wird in unserem kleinen Dorf am ersten Sonntag im Mai ein historischer Markt vom Heimatverein veranstaltet und mit Erfolg im Dorf und mit viel Zuspruch aus den Ortschaften der Umgebung durchgeführt. Zu diesem Fest kommen Aussteller aus der Region mit traditionellem Handwerk. So sind u.a. ein Schmied, ein Seiler, ein Scherenschleifer, auch ein Gärtner aus der Region, eine Keramikerin sowie eine Textilgestalterin mit Spinnrad und alter Handarbeitstechnik zugegen. Alte landwirtschaftliche Technik gehört ebenfalls zur Ausstellung und alte mittelalterliche Medizintechnik wird vorgeführt.
Für Kinder gibt es Unterhaltung durch einen Clown und einer kleinen Eisenbahn.
Für das leibliche Wohl ist mit Schweinegulasch, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen gesorgt. Aus dem Nachbardorf kommt der Heimatverein und bietet Speckkuchen an. Gegen den Durst werden diverse Weine vom Geiseltalsee und Biere einer Landbrauerei ausgeschenkt. Natürlich gibt es auch alkoholfreie Getränke.
Die Veranstaltung findet in der Nähe unserer Barockkirche im Zentrum des Dorfes statt. Dort befindet sich auch die Sitzgruppe umgeben von Ausstellern und den diversen Versorgungsständen. Untermalt wird die Veranstaltung von Bänkelsängern, die altes Liedgut zu Gehör bringen.
In der Vergangenheit gab es vom Ordnungsamt Schkopau keinerlei Beanstandungen bezüglich Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit.
Seit Herbst 2015, nach der Wahl des neuen Ortschaftsrates gibt es nun Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Standortes des historischen Markts, insbesondere bezüglich der Sitzgruppe. In den vergangenen Jahren haben sich die neuen Ortschaftsratsmitglieder nie an der Ausrichtung des Marktes beteiligt und die umfangreiche Arbeit des Heimatvereines ignoriert. Sogar persönliche Interessen eines Ortschaftsmitgliedes spielen nun eine große Rolle bei den Differenzen. Dies führte sogar zu Unterschriftensammlungen auf beiden Seiten zu den jeweils favorisiertenStandorten. Es hat sich dann die Mehrheit der Einwohner für den alten bewährten Standort ausgesprochen. Trotz Kenntnis dieser Sachlage wurde im Ortschaftsrat zum Teil mit Formfehlern gegen die überwiegende Mehrheit der Bürger entschieden.
Bei der letzten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates am 22.04.2015 wurde für den diesjährigen Markt am 10.05.2015 nun endgültig der Standort im Sinne des Ortschaftsrates unter Missachtung des Willens der Dorfbewohner festgelegt. Ist das Demokratie ?
In der Anlage befinden sich einige Bilder der vergangenen Märkte.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 06.05.2015
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