3. Stadtteilforum der Volkssolidarität in Staßfurt

Referat
Staßfurt: Volkssolidarität | Wohntrends und damit verbundene Strategien eines generationenübergreifenden Miteinanders standen im Fokus des dritten Stadtteilforums in Staßfurt. Über 40 Hauptamtliche aus Kommune, Wirtschaft, Politik, Vereinen und Institutionen sowie interessierte Ehrenamtliche wurden über aktuelle Anforderungen an eine zeitgemäße Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung informiert und diskutierten über nachbarschaftliche Unterstützungsangebote.

„Der demografische Wandel aber auch die technische Weiterentwicklung führen zu neunen Anforderungen an die Vermieter“, machte Dieter Naumann deutlich. Der Geschäftsführer der Wobau-Staßfurt stellte baulich-technische Anpassungen vor, beispielsweise barrierearmen Wohnraum und ein entsprechendes Wohnumfeld. Für die Staßfurter Wohnungsbaugenossenschaft ist, nach Aussagen dessen Vorstandes Hagen Ringström, der Mieterservice ein unterstützendes Element der Mieterbindung. Dabei sei die Kooperation mit Partnern aus Sport, Kultur oder Sozialem sehr wichtig.

„Das Netzwerk familienfreundliches Staßfurt, in dem Wirtschaft, Verwaltung und soziale Akteure zusammenarbeiten, ist ein gutes Beispiel“, hebt Oberbürgermeister René Zok hervor. Der neu entstandene Generationenspielplatz, die Etablierung des Stadtteilmanagements in Staßfurt-Nord und der Aufbau des Engagement-Zentrums sind erste Schritte auf dem Weg zu einer zeitgemäßen und zielgruppenorientierten Stadtentwicklung.

Die Zielgruppe ältere Menschen und damit verbunden der Trend des lebenslangen Wohnens in der eigenen Wohnung wurde im zweiten Teil des Forums in den Blick genommen. Ausgehend von den Möglichkeiten einer niedrigschwelligen Betreuung wurde erörtert, ob und wie nachbarschaftliche Unterstützung gesichert werden kann. „Mit den ehrenamtlichen Seniorenbegleitern haben wir, gemeinsam mit den Partnern der Demenz-Allianz, neben den Angeboten in den Nachbarschaftstreffes ein weiteres Unterstützungsangebot geschaffen“, freut sich Susann Schmeißer. Für die Geschäftsführerin der Volkssolidarität sind solche ergänzende ehrenamtliche Angebote wichtig. Jedoch könne und dürfe Ehrenamt professionelle Hilfe nicht ersetzen.

Gemeinsam mit den Akteuren von Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Gemeinwesen wolle man weitere ehrenamtliche Seniorenbegleiter gewinnen und einsetzen, aber auch Demenzbegleiter oder ehrenamtliche Unterstützungen für pflegende Angehörige entwickeln, so das Resümee des Stadtteilforums. Denn zum Wohnen gehöre mehr als ein angemessener Wohnraum.

Das 3. Stadtteilforum wurde unterstützt mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit und des Ministeriums für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt.

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