Ehrenamt ermöglicht Teilhabe

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Staßfurt: Volkssolidarität |

Runder Tisch Ehrenamt zum Thema „Engagement von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen“

„Psychische oder andere Beeinträchtigungen sind kein Grund nicht am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, stellt Jana Schulze klar. „Das heißt auch, dass Menschen mit diesen Krankheitsbildern Kompetenzen haben, die sie ehrenamtlichen einbringen können und so Gemeinwesen mitgestalten“, setzt die Leiterin des Projektes „Sternentaucher“ fort. Unter diesem Titel werden in der Freiwilligenagentur Magdeburg seit mehreren Jahren Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in verschiedene Einsatzfelder und Projekte vermittelt.

„Daher ist es auch für das Engagement-Zentrum Staßfurt ein Handlungsfeld, dem wir uns öffnen wollen“, erklärt Astrid Moukaddam den über 20 Teilnehmenden des Ehrenamtsstammtisches, im Otto-Geis-Haus. Hierfür braucht es, das zeigte die Diskussion, nicht nur eine hohe Sensibilität sondern auch eine sehr professionelle Ehrenamtskoordination bei den Einsatzstellen. „Wenn das gewährleistet ist, dann erleben die Betroffenen Anerkennung und soziale Integration, die natürlich auch gesundheitlichen Einschränkungen entgegen wirken“, macht Schulze deutlich. So werde die regelmäßige Pflege eines Aquariums in einer Alteneinrichtung zu einer wunderbaren ehrenamtlichen Mitmachmöglichkeit. Auch als Mitspielender in einer Jugendeinrichtung oder als Verantwortlicher für die Kräuterspirale werden Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv. „Wichtig ist, dass die Frauen und Männer mit ihren Bedürfnissen ernst genommen werden und die Einrichtungen den Mehrwert ehrenamtlicher Unterstützung anerkennen“, nennt die Freiwilligenmanagerin aus Magdeburg Faktoren für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit.

„Die Anregungen werden in unsere künftige Beratungsarbeit einfließen“, verspricht Moukaddam und nennt den Freiwilligentag als eine Möglichkeit sich entsprechend seiner Kompetenzen einzubringen. „Der Runde Tisch Ehrenamt am 19. Juni wird sich der Idee Kulturpatschaft widmen“, blickt die Stadtteilmanagerin aus Staßfurt-Nord voraus und hofft auf einen breiten Zuspruch und viele Mitmachende.
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