Da denkt man,man hat es geschafft

Da dachte man, man hat es geschafft...

Am 15.12.2014 schrieb ich folgenden Artikel an unser Amtsblatt. Leider wurde er nie veröffentlicht. Meine Mutter fragte daraufhin nach und bekam folgende Antwort: „Die Redaktion hat beschlossen,das er nicht gedruckt wird“, da frage ich mich: Wo ist da die Pressefreiheit? Somit werde ich den Artikel, hier im Bürgerreporter, veröffentlichen.

In einem der letzten „Würde Salza Spiegel“ bedankte sich das Elternkuratorium des Kindergarten Steuden, bei allen Leuten, die dabei geholfen hatten, den Beschluss der Schließung abzuwenden.
Jetzt, ein paar Wochen später, sind wir wieder an genau diesem Punkt. Durch einen Beitrag im Radio habe ich erfahren, dass ein Veto gegen eben diesen Beschluss eingelegt wurde. Für mich stellt sich da zuallererst eine Frage: Warum kann man einen Beschluss, der schon zweimal abgelehnt wurde, nicht mal ruhen lassen? Und wahrscheinlich noch viele mehr, die ich hier nicht aufzählen kann und will.
Wir leben in einer repräsentativen Demokratie, was heißt: Das Volk überträgt die eigene Macht durch Wahlen auf Repräsentanten, die dadurch wiederum legitimiert werden, im Sinne des Wählers Entscheidungen zu treffen.
Genau so steht es in meinem Sozialkunde - Hefter der neunten Klasse. Ich glaube allerdings nicht, dass es im Sinne des Volkes liegt, eine Kindertagesstätte zu schließen. Steuden ist schon kaum noch ein Ort für junge Leute und jetzt sollen selbst die Jüngsten ausgelagert werden?
Das Argument, dass die Möglichkeiten, das eigene Kind abzuholen, bei vielen Familien eher schlecht sind, kam öfter auf und ist eines der Wichtigsten. Ich komme Donnerstag 17.20 Uhr nach Hause, bin 16 Jahre alt, und ich denke nicht, dass das schon Kinder, die mehr als 10 Jahre jünger sind, tagtäglich mitmachen sollten.
Dann heißt es noch, dass der Bau eines Fußweges außer Frage stehe, da das liebe gute Geld fehlt. Großeltern sollen also mit ihren Enkeln bei jedem Wetter an einem Autobahnzubringer entlang laufen oder Fahrrad fahren? Ehrlich gesagt, stelle ich mir das nicht sehr angenehm vor.
Ich werde damit aufhören, schon oft genannte Argumente noch einmal aufzuzählen; möchte aber an alle Gemeinderäte (die dies hier hoffentlich lesen werden) appellieren, genau darüber nachzudenken, was Sie da beschließen, ob Sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren können und ob die oft genannten Zahlen wirklich das wichtigste Argument sind.

Mittlerweile fand diese Gemeinderatssitzung am 12.02.2015 statt und wurde gleich wieder beendet. Davon wurde in der MZ berichtet, siehe Artikel Keine Einigung um Kita Steuden
vom 14.02.2015.

Mit Spannung erwarten wir die nächste Sitzung am 26.02.2015 um 19.00Uhr in Dornstedt.
Wir Steudner sollten zusammenhalten und zum wiederholten Male zahlreich erscheinen, damit die Gemeindevertreter sehen, dass wir uns das nicht gefallen lassen.

Dorothée Lampert
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