Rudimentäre Entwicklung einer Harzgemeinde

Waldhaus Siebengemeindewald in Breitenstein. Foto: MZ-Archiv/Rohland
Südharz: Gemeinde | 27 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sucht man in vielen Teilen der neuen Bundesländer die versprochenen"blühenden Landschaften".
Ich nenne Beispiele aus der Harzgemeinde Breitenstein. Einst eine viel gefragte Gemeinde
als Urlaubsziel der Gewerkschaft, die mit ihrem Flair viele Menschen anlockte, die regelmäßig jede zweite Woche Kulturveranstaltungen organisierte, die sich eines aktiven Vereinslebens erfreute, in der Wintersportfeste stattfanden,die seit 1990 bekannt für seine Walpurgisfeste war wird nun, zwischenzeitlich als Mitglied der Samtgemeinde Südharz,
eine rückläufige Entwicklung erfahren. Die Einwohnerzahl nimmt immer mehr ab, junge Menschen reisen der Arbeit nach in die Bundesländer wo der Markt boomt.
Die Infrastruktur, angefangen bei der Schule,der ärztlichen Versorgung die Einkaufsmöglichkeit, der öffentliche Nahverkehr, die Möglichkeiten eine Arbeit aufnehmen zu können ist mangelhaft und hält eventuelle Interessenten eines der über zwanzig leer stehenden Häuser zu kaufen ab.
Wenige Eigeninitiativen einiger Bürger sind aus Frust Anderer zerstört. So die Begrüßungstafeln an den Ortseingängen die mit eigenen Mitteln bepflanzt und gepflegt werden.Diese Bürger werden sogar noch belächelt. Eines Tages ist unser Dorf überaltert, der Wind spielt mit den Haustüren leerstehender Häuser, weht trockene Gräser und Hecken über die Straßen und lässt Wanderer  im weiten Umkreis am Ort vorbei ziehen.
 
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 19.09.2017
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