Bericht zu „Final Stap“ im Objekt 5

  T –Rex, The Beatles, Fury in the Slaughterhouse, AC/DC , Melanie, Queen, Tommy James and the Shondells, Led Zeppelin - all die großen Hits aus den 1960’ern und 1970’ern durfte ich genießen. Dafür musste ich weder YouTube noch meine Plattensammlung bemühen. Die Band „Final Stap“ machte ihre Aufwartung im Halleschen Objekt 5. Da ich bereits mehrere Auftritte besucht hatte, wusste ich dass der Abend nur erste Sahne werden kann. An dieser Stelle kann bereits verraten werden, dass dies weit übertroffen wurde. All die genannten Stars und ihre größten Hits haben sie mal eben vereint auf die Bühne gebracht. Und es war einfach nur geil.
Final Stap bestehen aus Mike Kilian, Tobias Künzel, Christian Sorge und Dirk Posner. Der Band-Zusatz „Krach aus Leidenschaft“ kann nur unterschrieben werden.
Zunächst zog ein lustig bunter Fisch zu der Titelmelodie des Filmes „ Weißer Hai“ seine Kreise. Dies steigerte die Vorfreude auf den Abend und auch die Spannung.
Dann kamen sie endlich auf die Bühne. Wer die Männer schon mal live gesehen hat, weiß dass sie nicht im typischen Rockeroutfit auf die Bühne kommen, sondern sich immer eine kleine Show überlegen. Mike Kilian war in das Gewand einer Frau gekleidet. Christian Sorge war als „dummes Schwein“ und Dirk Posner als „blöder Affe“ zu sehen. Die „Dame“ versicherte mehrfach, ihre anwesenden Geschlechtsgenossen auch vor den Männern zu beschützen. ;-) Im Laufe des Abends wechselten sie mehrfach die Outfits. Sehr amüsant, ohne aber zu kindisch zu wirken.

Nicht nur das Repertoire an Songs konnte sich sehen lassen, sondern auch die musikalischen Gäste. Jane Sakel machte den Anfang. Und was für einen. Ich habe selten so eine geile Version von Melanies „Ruby Tuesday“ gehört. Stimmgewaltig ging es mit „I love Rock’n Roll“ weiter.
Später kam ein weiteres tierisches Geschöpf im Tigergewand auf die Bühne. Dem Kostüm entstieg dann Christof Steinschneider, und brachte den Eagles-Song „Desperado“ mit.
Als letzter Gastmusiker kam dann Peter Freudenthaler auf die Bühne, ein für Fans altbekannter Freund der Band und bereits in der Vergangenheit bei Shows dabei. Von ihm dargeboten wurde eine sehr rockige Version des Fool`s Garden-Hits „Lemon Tree“.

Dass Mike Kilian eine gewaltige Stimme besitzt und einfach eine Frontsau erster Güte ist, sollte allgemein bekannt sein. Doch die anderen Herren der Formation brauchen sich dahinter nicht zu verstecken. Dirk Posner und Christian Sorge beherrschen ihre Instrumente tadellos. Christian Sorge stellte dies in einem beeindruckenden Gitarrensolo unter Beweis.
Als Prinzen-Fan lag mein Augenmerk natürlich besonders auf Tobias Künzel. Als studierter Schlagzeuger saß er auch an seinem Instrument. Er schwingt die Stöcke und bearbeitet die Becken, dass einem nur der Mund offen stehen bleibt. Die wahre Pracht! Aber den Mund muss auch er nicht geschlossen halten. Für das Publikum öffnete er ihn und schmetterte uns „Behind blue Eyes“ entgehen. Es war der absolute Oberknaller. Er hat bewiesen, dass er zu Recht der Held meiner Kindheit ist.

Ich wusste nicht, dass man den Beatles-Klassiker „It’s been a hard Days Night“ in rockigem Gewand kleiden kann, genauso wenig vermutete ich es von „Crimson and Clover“ Final Stap taten es, und es haute mich fast aus den Schuhen. Da mein Herz absolut für den Glamrock schlägt, freute ich mich besonders über „Children of the Revolution“, „Blockbuster“ Und „Fox on the run“. Aber auch „Have you ever seen the rain“ und „Highway to hell“ waren super.

Zweieinhalb Stunden lang spielten die Mannen im rappelvollen Objekt 5. Zum Abschluss kamen sie noch einmal für eine Zugabe mit allen Gastmusikern auf die Bühne. Jeder Musikfan sollte an diesem Abend auf seine Kosten gekommen sein. Ich bin es auf jeden Fall.

Trotz meiner 28 jungen Jahre haben mir die Männer eines gezeigt: ich lebe um diese Musik zu hören.
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