Buchrezension von Stefanie Zweigs "Katze fürs Leben"

Wer einmal aus dem Blechnapf fraß, kann sich auf seinen Instinkt verlassen.
Hier geht's zur Leseprobe (Foto: www.randomhouse.de)
Diese Schilderung des Alltags einer Katze ist nette Unterhaltungsliteratur, in der auch die täglichen Speisen eine detaillierte Erwähnung wert sind. Nach dem Umzug zur Psychologin Julia gelingt es den beiden immer wieder, im Zusammenspiel Patienten zu heilen. Daneben gibt es Episoden, die man schon oft gehört hat: „Katze rettet Frauchen bei einem Feuer“ oder „Katze vertreibt einen Einbrecher“, und die daher spannungsarm bleiben. Das Buch ist aber in einem angenehm kurzweiligen Ton verfasst, so dass man es recht zügig durchliest. Die Autorin hat sich spürbar bemüht, mehr Verständnis für die Haustiere zu schaffen, und sich in die Sicht der Katze hineinzudenken. Dabei betont sie den nichtmenschlichen Blick, doch fehlt es gerade dort ein wenig an Glaubwürdigkeit, denn das was sie der Katze zuschreibt, ist mehr als purer Instinkt. Diese leicht märchenhafte Komponente der Katzenklugheit lässt Erinnerungen an den „Gestiefelten Kater“ aufkommen, doch von dessen fabelhafter Klugheit hält sich die anfangs namenlose Katze dann doch weit entfernt. Alles in allem ein angenehm-unaufgeregtes Buch mit einer Prise Humor, einigen poetischen Naturbetrachtungen sowie Lebensbetrachtungen zu Themen wie Diäten oder Beziehungen, doch ohne echte Spannung. Weder schlecht noch überragend.
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