Sechste Tischtennis-Mannschaft der SG Eisdorf sichert vorzeitigen Aufstieg

6. Mannschaft in der Vorrunde
 
Günter Och und Rudolf Schmidt
Gewiss, ich berichte hier "nur" über die 4. Kreisklasse im Tischtennis des Saalekreises. Alle Mannschaften haben hier auch einen Vorteil, ein Abstieg ist kein Thema, denn den gibt es nicht, da dies die unterste Spielklasse ist.

Mut machen

Ich möchte mit diesem Beitrag eine Lanze brechen, für die vielen Tischtennisspieler, die gern ihren Sport betreiben, nicht die Voraussetzungen für die Teilnahme am Punktspielbetrieb in höheren Ligen und Klassen besitzen und dennoch den Anspruch haben, sich ab und an unter Wettkampfbedingungen mit Akteuren aus anderen Vereinen zu messen. Dafür bieten die unteren Kreisklassen eine perfekte Plattform.

Jung und Alt vereint

Zu Beginn der Saison wurde von der SG Eisdorf eine sechste Mannschaft zur Teilnahme an den Punktspielen in der 4. Kreisklasse gemeldet, für die Akteure im Einsatz waren, die im Altersspektrum zwischen 14 bis 78 Jahren waren und die von Steffen Lepak als Kapitän in der Vorrunde geführt wurde. Egal, ob Lisa Bullirsch, für die die Altersangabe von 14 Jahren steht oder Wilfried Siering, der es auf das stolze Alter von 78 bringt:Alle eingesetzten Spieler und Spielerinnen waren mit Freude, Enthusiasmus und großer Bereitschaft bei der Sache.
Bereits nach wenigen Spielen wurde deutlich, dass der Anspruch dieser Mannschaft nicht nur im Mitschwimmen in dieser Klasse bestehen würde, sondern, dass hier mehr möglich sein könnte.

Aktive Senioren

In der Vorrunde bildeten Bernhard Gassmann, Steffen Lepak und Annegret Unger das Korsett dieser Mannschaft und bestritten alle zehn zu absolvierenden Spiele. Der vierte Platz, in der 4. Kreisklasse wird nur mit Vierermannschaften gespielt, wurde jeweils aufgefüllt. Und hier kam der bereits genannte Wilfried Siering zweimal, Günter Och, auch schon 76 Jahre alt, viermal, Andreas Strahl einmal und Klaus Dietrich dreimal zum Einsatz. Die beiden Letzteren haben auch schon weit mehr als 6 Lebensjahrzehnte hinter sich.
Neben der dritten Mannschaft von Germania Schafstädt gelang es dieser Mannschaft ungeschlagen in dieser Klasse zu bleiben und punktgleich einen sehr guten zweiten Platz zu belegen.


Dieser zweite Platz würde am Ende der Saison zum Aufstieg reichen.
Zur Rückrunde hatte dann aber diese Mannschaft ein völlig verändertes Gesicht. Vereinstechnische Veränderungen waren nötig, um den Verbleib der 5. Mannschaft in der 2. Kreisklasse abzusichern, deshalb wurden Bernhard Gassmann, Steffen Lepak und Annegret Unger in die 5. Mannschaft integriert. Aus der 5. Mannschaft wechselten dafür der gerade 16 Jahre alt gewordene Sebastian Zimmermann und Lisa Bullirsch in die sechste Mannschaft.
Als Kapitän fungierte nun Klaus Dietrich.


Niemand in der Abteilung Tischtennis der SG Eisdorf hatte hier die Hoffnung, dass diese völlig umgestellte Mannschaft, bei der jetzt auch der 77-jährige Rudolf Schmidt und Mike Bitterling ihre Bereitschaft zum Einsatz gaben, diesen Platz würden halten können. Der Einsatz von Mike Bitterling, mit 43 Jahren "drittjüngster Akteur" dieser Mannschaft, erwies sich als guter Griff.

Trotz der Umstellungen startete die Mannschaft mit 2 Siegen und zwei Unentschieden phänomenal in die Rückrunde, profitierte auch von einer Niederlage von Schafstädt und konnte deshalb sogar die Tabellenführung übernehmen. Dann folgte ein kurzzeitiger Hänger, als man zwei Spiele in Folge in Schafstädt und Langeneichstädt verlor. Es drohte nun doch der Verlust des zweiten Tabellenplatzes, sollte dieser Negativtrend nicht zu stoppen sein.
Aufgrunddessen, dass der FSV Nauendorf seine 4. Mannschaft nicht mehr zur Rückrunde in den Wettbewerb geschickt hatte, standen nun noch drei Spiele für Eisdorf an, aus denen mindestens drei Punkte geholt werden mussten, um rechnerisch sicher den zweiten Tabellenplatz belegen zu können.


Ein klarer 8:1-Erfolg gegen die 4. Mannschaft des ESV Merseburg machte deutlich, dass die Mannschaft nicht gewillt war, alles Errungene leichtfertig aufzugeben und nun fehlte nur noch ein Pünktchen. Zum vorletzten Spiel trat die Mannschaft dann am Montagabend, den 14. März in Niemberg, bei der dortigen 2. Mannschaft, an. Leider bekam Klaus Dietrich zu diesem Spiel keine vier Akteure zusammen und so trat Eisdorf nur zu dritt an. Das hieß aber auch, dass bereits drei Punkte an Niemberg gingen. Ein Sieg bei Vierermannschaften steht fest, wenn acht Gewinnpunkte erspielt sind. Eine Fortsetzung des Punktspiels ist dann nicht mehr nötig, das Spiel wird dann beendet, sollte es unter diesen Voraussetzungen gelingen, diesen einen Punkt zu erspielen.
Und wie das gelang: Klaus Dietrich, Günter Och und Rudolf Schmidt kämpften, gaben keinen weiteren Punkt ab, gewannen dieses Spiel mit 8:3 und holten nicht einen, sondern beide Punkte und damit war der Aufstieg um 21:37 Uhr perfekt.

Das Ergebnis des ausstehenden Spiels am 18. März in Landsberg ist damit nicht mehr wichtig, obwohl ich sicher bin, dass die Mannschaft auch dort noch einmal alles geben wird.

A U F S T I E G !
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2 Kommentare
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 16.03.2016 | 14:30   Melden
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Rainer Lepak aus Teutschenthal | 16.03.2016 | 22:31   Melden
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