Wechselvolle Woche der Tischtennisspieler der SG Eisdorf

Steve Jänsch begrüßt die Mannschaft von Eintracht Quedlinburg zum Punktspiel
 
erfolgreiches Doppel der ersten Mannschaft, Steve Jänsch und Marco Balzarek
 
Spieleröffnung der zweiten Mannschaft gegen TTC Zeitz
Trotz vieler Negativerlebnisse in der vergangenen Woche von der 3. bis zur 6. Mannschaft, die hier besonders vom Langeneichstädt-Trauma geprägt waren und wo die glücklose Zeit für die 4. Mannschaft weiter anhielt, mehr noch im letzten Spiel auch auf die zweite Mannschaft übergriff, möchte ich mit dem Positiven in dieser Wochenzusammenfassung anfangen.
Die erste Mannschaft der SG Eisdorf sorgte in der Landesliga Halle für einen versöhnlichen Abschluss der Woche für die aktiven Tischtennisspieler der SG Eisdorf.
Eintracht Quedlinburg musste die Überlegenheit, mit einem Ergebnis von 3:12, des Aushängeschildes der Eisdorfer Tischtennisabteilung anerkennen, die damit weiter auf dem 2. Platz rangieren und voll im Soll liegen, was ihre eigenen ehrgeizigen Ziele betrifft, denn wenn man bis zum Saisonende weiter diesen Platz verteidigen kann, berechtigt dieser zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Wieder einmal gab es eine geschlossene Mannschaftsleistung, wo trotzdem noch Benjamin Lindenstrauß und Steve Jänsch heraus ragten. Letzterer ist seit Beginn auch als Mannschaftsführer der ersten Mannschaft aktiv, nachdem er das Amt von Marco Balzarek übernommen hatte. Bis zum Saisonende gibt es noch fünf Spiele zu bestreiten, wovon die Mannschaft selbst noch zum Tabellenführer nach Schwerz muss, welches immer ein hochbrisantes Duell war und ist und man empfängt auch noch zu Hause die Weißenfelser Mannschaft vom Kugelberg, die z.Zt. den vierten Tabellenrang inne haben. Zwei sehr schwere Partien, wo alle Eisdorfer ihren engagierten Sportkameraden die Daumen drücken.

Beinahe wäre es der absolute Samstag-Nachmittag geworden, denn zeitgleich und in der gleichen Halle empfing die zweite Mannschaft das Team vom TTC Zeitz, die beide in der Bezirksliga Halle / Saalekreis / Burgenland auf Punktejagd gehen und wo die Eisdorfer um einen Punkt besser platziert sind als Zeitz.
Zwar gelang in der Vorrunde ein 12:3-Erfolg auswärts, aber zum Einen hatte unsere zweite Mannschaft die Abgabe von zwei Leistungsträgern zu kompensieren und Zeitz hat an Spielstärke zugelegt, brauchen sie doch auch jeden Punkt, um auch im nächsten Jahr in dieser Liga aktiv sein zu können. Es begann auch alles sehr gut für Eisdorf. Jens Rühlemann, der Kapitän, hatte seine Mannschaft sehr gut eingestellt und was das Entscheidende war, er ging mit absoluten Beispiel voran, gewann mit seinem Partner Heiko Hollik das Doppel und konnte auch seine beiden Einzelspiele gewinnen.
Schnell stand an der Anzeigetafel ein 6:2 für Eisdorf und die zahlreichen Zuschauer waren sicher, dass der weitere Spielverlauf, ähnlich, wie bei der ersten Mannschaft, verlaufen würde.
Aber dann begann das Drama. Von 16 durchgeführten Spielen mussten allein 10 über die Distanz von fünf Sätzen, wenn man dann im Ergebnisprotokoll sieht, dass hiervon nur drei von Eisdorf gewonnen werden konnten, ahnt man bereits die weitere Entwicklung. Fünf Duelle von den sieben 5-Satz-Niederlagen gingen mit dem denkbar knappsten Ergebnis von 9:11 im entscheidenden Satz verloren. Als am Tableau nur noch ein 6:5 als Zwischenergebnis stand, merkte auch der letzte Zuschauer und auch die Spieler der ersten Mannschaft, die inzwischen ihr Spiel beendet hatten und ihre Sportkameraden lautstark mit unterstützten und in den Pausen auch coachten, was die Stunde geschlagen hatte.
Jens Rühlemann brachte mit seinem Sieg und den damit errungenen siebten Punkt wieder etwas Ruhe in das Mannschaftsgefüge, aber sowohl Pascal Steinhäuser, der an diesem Tag große Spiele ablieferte, aber auch von dem 9:11-Virus im Entscheidungssatz betroffen war, als auch Wolfgang Meyer, der bereits mit 2:0 führte, konnten den dringend erwarteten achten oder neunten Punkt machen.
Wenigstens ein Punkt gelang dann zum 8:7 noch Stefan Basus, eigentlich Spieler der dritten Mannschaft, der bei diesem Spiel in der "Zweiten" aushalf und ein großer Rückhalt wurde. Dieser Punktgewinn eröffnete doch noch die Mini-Siegchance, da ein Entscheidungsdoppel notwendig wurde. Das Gute daran, ein Unentschieden war sicher und Eisdorf würde nicht mit leeren Händen da stehen und im Falle eines Sieges im zusätzlichen Doppel als hauchdünner Sieger, nach nun fast 5 Stunden, feststehen.
Aber als Gegner stand nun ausgerechnet das erfolgreichste Doppel in der Rückrunde der gesamten Bezirksliga, Fallenstein / Valenta aus Zeitz bereit.
Leider konnte Jens Rühlemann seine überragende Form an diesem Tag nicht auch noch bis auf diese Entscheidung ausdehnen und mit seinem Partner Heiko Hollik noch einmal siegreich sein, obwohl sie den Favoriten lange Zeit Paroli bieten konnten und mit Aktivierung der letzten Reserven selbst in zwei Sätzen erfolgreich waren. Im fünften Satz war es diesmal wenigstens keine 9:11-Niederlage, obwohl dieses Resultat genau zu diesem Tag gepasst hätte, nein die Favoriten setzten sich mit 11:6 durch, profitierten dabei aber von vielen kleinen Fehlern, die sich jetzt bei den Eisdorfern einschlichen, die aber völlig am Ende aller Kräfte waren. Schade, damit stand das Endergebnis von 8:8 fest und beide Teams werteten später in gemeinsamer Runde, freundschaftlich und sportlich fair, dieses Spiel aus.
Ich war jedenfalls "gefühlt" um Jahre gealtert bei diesem Spiel.

Kommen wir nun zum Trauma von Langeneichstädt.
Gleich drei Mannschaften aus Eisdorf, die vierte, fünfte und sechste Mannschaft waren am Donnerstag und Freitag gegen Mannschaften aus Langeneichstädt im Einsatz. Während die "Vierte" Heimrecht hatte, waren die fünfte und sechste Mannschaft auswärts tätig.
Die sechste Mannschaft hatte bereits am Dienstag im Spitzenspiel in Schafstädt, wo die dritte Mannschaft von Germania, zu alter Stärke, nachdem auch sie zweimal hintereinander gepatzt hatte, zurück gefunden hatten, ihre erste Niederlage einstecken müssen und das sehr eindeutig mit 1:8. Dieser Negativtrend hielt nun auch am Freitag an, wo die Mannschaft gegen Langeneichstädt III mit 5:8 unterlegen war. Hier heißt es nun wieder die Kurve zu bekommen und zu alter Sicherheit zurückzufinden, um nicht noch von hinten heraus in Bedrängung zu kommen, denn bis jetzt reicht der nun wieder eingenommene zweite Platz in der Tabelle zum Aufstieg.
Zur fünften Mannschaft ist nicht viel zu sagen, natürlich verloren die auch in Langeneichstädt, wo die zweite Mannschaft dort siegreich sein konnte. Eigentlich etwas unverständlich und möglicherweise nicht mit der richtigen Einstellung angetreten, denn das die Mannschaft spielen kann, dass zeigten sie eine Woche vorher, wo der Tabellenführer aus Teicha, mit einer knappen Niederlage nach Hause geschickt wurde.
Die vierte Mannschaft kämpfte wieder bravourös, wie in fast allen letzten Spielen, hat aber sprichwörtlich das Pech an den Schuhen kleben und spielt seit Monaten absolut glücklos. Nach einer 3:1-Führung ging es wieder los, dreimal ohne Fortune und natürlich auch sportlich berechtigte Erfolge machten aus dem 3:1 ein 3:7. Drei starke Punkte im 2. Teil der Einzelspiele konnten aber die knappe 6:9-Niederlage nicht mehr verhindern.
Alles in Allem, eine gebrauchte Woche für die SG Eisdorf, wo aber wenigstens ganz oben zwei und dahinter wenigstens ein Punkt errungen werden konnte.

Bleibt noch die dritte Mannschaft. Der Spielbericht ist überschrieben mit: "Ein Abend zum Vergessen". Zwar ging es nicht gegen Langeneichstädt, aber man war auch nur ca. 7 Kilometer entfernt in Schafstädt zu Gast bei der Mannschaft von Germania.
Zu Hause war man in der Vorrunde klarer Sieger geblieben, aber Schafstädt, die diesmal in veränderter Form antraten und mit Robert Wendling einen Akteur in ihren Reihen hatten, der an diesem Abend nicht zu bezwingen war. Steffen Pietzsch konnte auf Eisdorfer Seite zwar gut mithalten, aber Wendling war in den entscheidenden Situationen noch besser. Einen Punkt hatte Steffen jedoch verdient, aber wahrscheinlich hätte er noch Sätze ohne Ende gegen Gerald Mogk spielen können, er hätte nicht siegen können, denn in jedem der 4 Sätze gelangen seinem Gegner mindestens fünf Kanten- oder Netzbälle.
So blieb es bei einem Doppelpunkt und zwei in den Einzelspielen zum ernüchternden Ergebnis von 3:12.
Nun muss langsam wieder gepunktet werden, um nicht noch in gefährliches Fahrwasser abzurutschen. Angesichts der nächsten Gegner, dem Halleschen TTV III und der zweiten Mannschaft von Aufbau Schwerz und der Tatsache, dass man von fünf ausstehenden Spielen, viermal auswärts anzutreten hat, erscheint das mehr als notwendig.

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