Steinreich...

Thale: Friedrichsbrunn | ...wurden die Friedrichsbrunner Anfang des 19. Jahrhunderts mit Sicherheit nicht. Auf der Suche nach gewinnbringenden Einnahmequellen stießen sie auf den Ramberggranit. Steinhauer brachen die Gesteinsbrocken in der ersten Zeit mit Hammer und Meißel aus der Steinbruchswand. Holzkeile und Wasser sprengten die harten Felsblöcke. Später erledigten Pulverpatronen diese Verrichtung. Die Tätigkeit im Steinbruch ... eine extrem anstrengende körperliche Belastung. Bis zu zwanzig Steinhauer schufteten in den umliegenden Wäldern des Rambergmassivs. Steinmetze bearbeiteten die gebrochenen Gesteinsstücke. Sie erledigten die Feinarbeiten. Stellten Mauersteine, Straßenbegrenzungen, Grab- und Grenzsteine her. Der Transport der schweren Steine, auf den weit entfernten Wegen, erfolgte im Pferdewagen. Die Fuhrwerke wurden Kräfte zerrend von Hand beladen. Schwergängige Gesteine beförderten Hebewerkzeuge, Walzen, Kastenwinden auf die Fuhre. Noch heute ist die damalige Friedrichsbrunner Steinhauerkunst im Ort zu finden und erinnert an diese fast hundertjährige Handwerkstradition.
Die alten, in Vergessenheit geratenen Steinbrüche hat die Natur zum Teil zurückerobert. Hier und da zeigen zugewachsene Flächen, mitten im Wald, was übrig geblieben ist von der harten Schinderei im Steinbruch. Interessante Zeitzeugen einer längst vergangenen Epoche.
Viele Wanderer scheinen von den Steinbruchresten in den Wäldern rund um das Rambergsmassiv begeistert. Diese versteckten Orte gehören zu den letzten Relikten aus der Zeit des Steinabbaus. Hier fanden nicht nur Friedrichsbrunner Einwohner Arbeit, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
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4 Kommentare
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 27.07.2015 | 18:08   Melden
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Edith Jürgens aus Friedrichsbrunn | 27.07.2015 | 18:46   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 31.07.2015 | 12:58   Melden
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Edith Jürgens aus Friedrichsbrunn | 31.07.2015 | 13:18   Melden
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