Interessante Wanderung bei Quedlinburg

Jugenstildetail.Einst hielt der Zwerg eine Laterne in der Hand
 
Historischer Grenzstein von 1746
Die Wanderung beginnt in der Brühlstrasse am Stadtpark. Gleich am Anfang steht ein Gedenkstein zum Hochwasserschutz von 1925 als die Bode verheerend über die Ufer trat. Unweit davon ist ein Grenzstein von 1746. Es ist der letzte erhaltene Grenzstein zwischen dem Stift und der Stadt Quedlinburg innerhalb der Stadt. Er basiert auf auf einer 1539 getroffenen Vereinbarung. Damals waren es noch Pfähle die 1746 durch behauene Steine ersetzt wurden. Er hat die Inschrift „ Nr 17 Renovatum 1746“ (Renovatum= neu Errichtet). Hier führt auch der gut ausgeschilderte Selketalstieg entlang der in Quedlinburg endet.Durch den schönen und gepflegten Park geht es an der Bode entlang. Dabei kommen wir an eine Unmenge von blühenden Bärlauch vorbei. Angeblich soll einst die Äbtissin diesen angelegt haben um am Geruch heraus zu bekommen, ob sich die Mönche mit den Stiftsdamen bzw. Nonnen hier heimlich treffen. Am Wegrand finden wir auch den giftigen und geschützten bizarr blühenden Aronstab. Er wurde nach den biblischen Hohepriester Aaron genannt dessen Stab als Zeichen ergrünte als er ihn auf die Bundeslahe legte.Es galt auch als Zauber - und Hexenpflanze. Wir überqueren die alte historische Schafbrücke mit ihren in Stein gehauenen Schafornamenten und gehen gegenüber den Hang zur Altenburg hinauf. Sie ist seit 1934 Naturschutzgebiet. Etwas versteckt am Hang findet man hier auch ein paar der seltenen Wildtulpen. Bald kommen wir an einer Wiese mit der Altenburggasstätte vorbei. Sie wird zur Zeit leider nicht bewirtschaftet. Kurz darauf kommen wir zum „Quedlinburger Blick „ . Hier steht eine neue Bank von der man einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Schloss hat. Etwa 200 Meter weiter steht die Altenburgwarte, eine restaurierte mittelalterliche Feldwarte. Sie gehörte zu den einst 11 Warttürmen aus dem 14 Jahrhundert rund um die Stadt. Weiter geht es zum Naturdenkmal Seerosenteich, ein sehr schön erholsamer Ort. Durch die wenigen Büsche hat man nach links hin einen sehr schönen Blick über die Rapsfelder zum Harz hin. Wir gehen dann den Wanderweg ein Stück in Richtung Hochwasserbehälter/Altenburg dann Richtung Langenberg/Hüttenweg. Aber schon nach wenigen Meter gehen wir nach rechts zum Salzberg. Hier befindet sich links daneben der Muschelberg im Volksmund auch Ochsenauge genannt. Es ist ein seltsamer riesiger und gleichmäßiger kahler Hügel auf dem kein Baum und kein Busch steht. Die anderen Hügel links und rechts sind alle mit Bäumen zugewachsen. Ist dieser Hügel vielleicht vor langer Zeit aufgeschüttet worden. Auf diesen seit 1934 unter Denkmal stehenden Hügel wachsen seltene Wildpflanzen. Weiter geht es auf den Salzberg in Richtung Startpunkt. Der Salzbergmergel aus der Oberkreide ist über 80 Mill. Jahre alt. Auf diesem Naturdenkmal wurden viele Fossilien (Muscheln und Schnecken) gefunden. Mit etwas Glück findet man vielleicht noch etwas. Von diesem Bergrücken hat man einen schönen Blick auf das Schloss und den Münzenberg, wo 65 Fachwerkhäuser auf den alten Kellerresten des ehemaligen Marienkloster stehen. Kurze Zeit später kommen wir wieder am Startpunkt an. Hier können wir uns noch in der Brühlstraße und der Billungstraße die schönen Jugendstil - Villen ansehen. Diese Wanderung habe ich Ende April gemacht.
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 02.07.2015
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.