Malbäume - uralte Grenzmarkierungen

Im frühen Mittelalter wurden die Landesgrenzen oft nicht mit Grenzsteinen versehen, sondern sondern mit sogenannten " Malbäumen". Diese markierten meist nur die wichtigsten Punkte. Die Malbäume wurden an den betreffenen Stellen gepflanzt und sorgsam geschont. Es wurden im Laufe der Zeit stattliche Exemplare. In die Rinde dieser Bäume wurde das Hoheitszeichen des Grundherren eingeschlagen. Für die Stadt Quedlinburg war es ein " x ", das sogenannte Malkreuz, das auch oft doppelt oder dreifach erscheint. Das Malkreuz wurde meist mit dem Handbeil eingeschlagen, der sogenannten "Barte".Bei schwirigeren Zeichen wurde ein Brennstempel verwendet. Die Malzeichen wurden regelmäsig überprüft. Als Baumarten wurde meist Eichen und die wilde Form des Birnbaumes genommen. Mitte des 16. Jahrhundert gab man die alten Malbäume auf und ging zu Grenzsteine über. Sehr viel länger als auf den Flurgrenzen waren die Malbäume bei den Forstgrenzen in Gebrauch. Diese wurden Leichbäume genannt. Hierführ wurden nur Eichen verwendet.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 17.05.2017
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