Der Oderteichrundweg - eine echte Wanderempfehlung

Wunderschöner Streckenabschnitt

Schon bei der Anfahrt zum Oderteich von Braunlage Richtung Torfhaus, sah ich das das Waldsterben drastisch zugenommen hat. Viele abgestorbene Bäume sind abgesägt. Wie ich später erfuhr, will man auch weiterhin nicht in den Naturkreislauf eingreifen, sondern nur in der Nähe von Strassen und Wanderwege aus Sicherheitsgründen Bäume absägen.

Den Oderteich darf man nicht verwechseln mit der 12 km weiter südlich liegenden viel grösseren Odertalsperre.

Los gehts

. Gleich gegenüber vom Parkplatz ist der Einstieg des Rundwanderwegs von 4 km. Es geht im Uhrzeigersinn um den Oderteich. Er war von 1722 - 1891 grösste Talsperre in Deutschland und konnte bei Trockenheit über den Rehberger Graben die St. Andreasberger Bergwerke bis zu 3 Monate lang mit Wasser versorgen. Ich gehe am ersten grossen Wegweiser nicht den Hauptweg weiter, sondern parallel den Pfad am Wasser entlang (Liege+Badebereich). Hier eröffnen sich richtig gute Naturbildmotive. Nach wenigen hundert Meter kommt man wieder auf den Hauptweg. Auch hier sind viele abgestorbene Bäume (Borkenkäfer), die am Wegrand aus Sicherheit abgesägt wurden. Deutlich sieht man das Bäume und anderes Grün am Totholz neu austreibt. Mehrere kleine Brücken müssen überquehrt werden. Am Teichende (Zulauf) steht ein Stempelkasten der Wandernadel und eine grosse Informationstafel. Nun geht es am anderen Ufer zurück. Nach 600 m geht es vom breiten bequemen Weg rechts ab auf einen schmalen Naturpfad durch wunderschöne Wildnis. Wir befinden uns auf einen Seitenzweig des Harzer Hexenstiegs (Brockenumgehung).Nun geht es wieder näher ans Wasser mit dem moorastigen Grasufer ran. Hier hat man auf einer längeren Distanz schöne angenehme Holzstege verlegt. Dieser Wegabschnitt ist besonders reizvoll und macht richtig Spass. Kurz vor Ende des Weges steht eine grosse Holzfigur die einem Märchen aus dieser Gegend entspricht. Nun gehts vorbei an der Schutzanlage der Hochwasserentlastung und den Granitstelen im Wasser, die Eisschollen vom Überlauf freihalten sollen. Über die Staumauer kommem wir am Striegelhaus vorbei. Im Striegelhaus wird der Grundablass (Striegel) des Stauwassers geregelt. Kurz darauf ist der Parkplatz erreicht. War er bei Ankunft  gegen 9.00 noch leer, so war er bei der Rückkehr gegen 10.30 total voll, was auch die Beliebtheit dieser schönen Gegend zeigt.
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