Allein auf dem Weg zur Prinzensicht

Evangelische Kirche in Thale im Sonnenschein am Nachmittag
Thale: Hexentanzplatz | Durch eine Verwechselung des Treffpunktes, wartete ich vergeblich auf meine Mitwanderer. Nach Überschreitung des akademischen Viertels, wurde mir langsam klar, dass ich eine eigene Wanderung durchführen musste. Über Nacht hatte es geschneit, sodass alles Weiß eingehüllt war. Das Bodetal war zusätzlich durch Nebel verhüllt. Vom Parkplatz des Hüttenmuseum ging ich zunächst in den Stadtpark Thale. Hier waren bereits mehrere Kinder  mit ihren Schlitten unterwegs. Ein Ziel der geplanten Wanderung war die Prinzensicht. Aus meiner Kindheit war mir noch der Anfang des Aufstiegs zum Hexentanzplatz bekannt. Heute gehört dieser Weg zum Harzer Hexenstieg. Durch Geröll und herausragenden Steinen ist dieser Weg nicht im bestem Zustand. Der auf dem Hexenstieg 5 - 10 cm hohe Neuschnee verbesserte den Zustand keineswegs. Oben am Wachlerfelsen (Dr. Wachler war der Begründer des Harzer Bergtheaters) auf dem Hexentanzplatz angekommen, sah ich erstmals das, aus der abgebrannten Walpurgisgastätte, enstandene Harzeum. In diesem Erlebnismuseum ist zum einen die heimische Tierwelt zum Anfassen vorhanden, zum anderen ist ein Hexenzauber in der der Walpurgisgrotte zu erleben. Kurz hinter der Walpurgishalle, einem weiteren Museum, überquerte ich den Sachsenwall. Dieser Wall wurde vor über 2.500 Jahren aus Granitsteinen angelegt. Er hatte bei einer Breite von 4 m eine Höhe von 2 m. Bei einer Länge von 150 m reichte der Sachsenwall vom Steinbachtal bis zum Bodetal. Es ist schon erstaunlich, dass dieser Wall zum großem Teil die 2.500 Jahre überstanden hat. Vorbei an der Bergstation der Seilbahn gelangte ich zum eigentlichen Erlebnisbereich des Hexentanzplatzes. Immer am Zaun des Tierparks entlang kam ich, hinter dem Tierpark, auf eine größere Wegkreuzung. Hier verließ ich den Hexenstieg,der weiter nach Treseburg führt, um in nördlicher Richtung zur Prinzensicht zu gelangen. Zuvor musste ich mehrere, durch den Sturm Friederike, umgestürzte Bäume, überklettern bzw. umgehen. Inzwischen hatte sich der Nebel im Bodetal gelichtet. So stand einem schönem Ausblick ins Bodetal nichts im Wege. Auf dem gleichem Weg ging ich anschließend wieder zurück. Da ich etwas in Zeitnot geriet, wählte ich statt des längeren Steinbachweges wieder den Hexenstieg zum Abstieg ins Bodetal. Leider hatte sich der Neuschnee vom Vormittag in eine gefährliche Schneeglätte verwandelt. So war ich froh, unbeschadet das Bodetal wieder erreicht zu haben. Aus meiner Sicht ist, unter winterlichen Bedingungen, dieser Teil des Hexenstieges, der im Winter durch die Sperrung des Bodetals als Ausweichweg ausgewiesen ist, nicht zu empfehlen.
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Wolfgang Miers aus Thale | 23.02.2018 | 16:24   Melden
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