Hexentanzplatz in Thale - zu Walpurgis der Treffpunkt zum Hexenritt auf den Blocksberg

... eine Kundenbetreuerin der Bodetalseilbahn ...
Thale: Hexentanzplatz |

...den ganzen Berg entlang strömt ein wütender Zaubergesang!"
Dort sammelt sich der große Hauf Herr Urian (im Faust der Teufel oder Mephisto) sitzt oben auf!

Regelmäßige, geheime, nächtliche, ausschweifende festartige Treffen von Hexen einer Region mit dem Teufel fanden an abgelegenen geheimen Orten, dem so genannten Hexentanzplatz statt.
Der Hexentanzplatz bei Thale ist ein Plateau (454 m ü. NN), hoch über dem Bodetal, gegenüber der Roßtrappe in Sachsen-Anhalt gelegen.
In der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der Wald- und Berggöttinnen wurden bereits nach Überlieferungen aus dem Mittelalter Feste abgehalten.
Im Faust lässt Goethe die Hexen zum Mephisto sagen:"Ich biete meinen besten Gruß dem Ritter mit dem Pferdefuß" und Mephisto antwortet an anderer Stelle:
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will,
und stets das Gute schafft".

Hexen- und Teufelspuk

Hexen könnten auf Besen, Tieren, Stühlen und Ähnlichem durch die Luft (und zum Blocksberg, dem Brocken) fliegen.
Sehr treffend hat der Dipl. Metallgestalter, J. Müller, die Großmutter der Hexen, Wadelinde genannt und den Teufel mit dem Pferdefuß dargestellt.
Hat eine Sache einen Pferdefuß, so beinhaltet sie im übertragenen Gebrauch einen (dem Auge) verborgenen Makel. Wadelinde versucht den Kreis des Bösen mit einem Stein zu schliessen.

Wer war Dr. Ernst Wachler?

Das Bergtheater Thale wurde 1903 von Ernst Wachler gegründet und ist damit eines der ältesten Naturtheater Deutschlands. Es hat eine Sitzplatzkapazität von 1.350 Plätzen. Es konnte leider nicht besichtigt / fotografiert werden.
Über eine Straße oder mit der Bodetal-Seilbahn ist der Hexentanzplatz zu erreichen.
- Die Sommerrodelbahn - der Alpine-Coaster Harzbob,
- der Tierpark,
- das Museum in der Walpurgishalle,
- über den Hexentanzplatz ziehen sich Reste des Sachsenwalles. Eine 150 m lange Befestigungsmauer aus Granitsteinen, die evtl. 2 m hoch war. Etwa 750 bis 450 v. Chr. wurde sie errichtet.
- Das schiefe Haus - eigentlich das auf dem Kopf stehende Haus,
- Spielplätze für die Kinder und
- gastronomische Einrichtungen
laden zum Verweilen auf dem Hexentanzplatz ein.

Den Hexentanzplatz besuchte ich am 31.10.2014.

Zoomen Sie bitte die Bilder auf, da sie Informationen tragen - danke.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 05.12.2014
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 18.11.2014 | 20:51   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 18.11.2014 | 20:59   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 18.11.2014 | 21:31   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 19.11.2014 | 16:32   Melden
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