Spaltenmoor, Bergrat - Müller - Teich, Große und Kleine Teufelsmühlen

zum Abschluss einer Wanderung stelle ich immer eine Collage mit Bildern von dieser Wanderung zusammen
 
Granitquader unterhalb der Großen Teufelsmühle
Thale: Friedrichsbrunn | Treffpunkt zu dieser Herbstwanderung des Harzklubs Quedlinburg war der, zwischen Bad Suderode und Friedrichsbrunn, gelegene Wanderparkplatz.. Unser Wanderleiter Manfred Böhm machte, wie immer, einige Ausführungen für den geplanten Verlauf der Wanderung. Da unsere Wanderung am Rande eines Naturschutzgebietes entlang führte, gab er uns noch entsprechende Hinweise.

das Spaltenmoor

Das Naturschutzgebiet hat die stattliche Größe von fast 81 ha. Schon 1923 wurde ein Teil davon als Naturschutzgebiet mit dem Namen Spaltenmoor ausgewiesen. Im Jahre 1983 wurde das Gebiet in seiner jetzigen Größe zum Totalreservat erklärt. Nach den EU - Richtlinien erfolgte die Ausweisung als FFH - Gebiet mit den Namen "Spaltenmoor östlich von Friedrichsbrunn". Das FFH steht für Fauna - Flora - Habitat oder einfacher gesagt, es handelt sich um einen streng geschützten Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Bildung des Hochmoors erfolgt auf dem Rammberger Granitstein. Stellvertretend für die vielen dort heimisch gewordenen Pflanzenarten möchte ich neben den Schwarzerlen und den Rotbuchen, das Rohr - Glanzgras, das Große - u. Alpen Hexenkraut und das Gemeine Frauenhaarmoos nennen. Die seltene Waldschnepfe und der Schwarzspecht sind in diesem FFH Gebiet anzutreffen. Eine Quelle des Quarmbaches, der in Quedlinburg in die Bode fließt, entspringt auch in dem Naturschutzgebiet.

Bergrat - Müller - Teich, Viktorshöhe

Nach der Umgehung des Naturschutzgebietes auf dem Grenzparallelweg - hier war noch im vorigem Jahrhundert die Grenze zwischen dem Fürstentum Anhalt und dem Königreich Preußen - wanderten wir weiter in Richtung Bergrat - Müller - Teich. Da der Wettergott es nicht besonders gut mit uns meinte, suchten wir Schutz vor dem einsetzenden Regen in der Schutzhütte am Bergrat - Müller - Teich. Es regnete sich so richtig ein. Wir ließen uns aber von dem unerwarteten Regen nicht verdrießen und machten uns auf den Weg zu den unterhalb der Viktorshöhe befindlichen Teufelsmühlen. Die Kleine sowie die Große Teufelsmühle bestehen aus, wie vom Teufel aufgeschichteten, großen Granitquadern. Das Gelände der Gaststätte Viktorshöhe, früher ein beliebtes Ausflugsziel mit Gaststätte, Bettenhaus und einem Aussichtsturm, hinterließ bei uns einen katastrophalen Eindruck. Weiter ging es auf dem Rammbergweg, vorbei am Sendemasten Rammberg, zu einer Wegkreuzung mi einer Schutzhütte. Von hier konnte man zur Viktorshöhe, dem Stern, dem Sternhaus und über dem Neuem Teich nach Gernrode gelangen.

Butterstein und Butterfrauen

Ein weiteren Weg, der Butterweg führte uns vorbei am Butterstein zu unserem Parkplatz. Hier am Butterstein haben früher die Butterfrauen auf ihrem Weg zum Markttag nach Quedlinburg mit ihren Kiepen Halt gemacht. Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, dass diese Butterfrauen mit ihren vollen und schweren Kiepen mindesten 20 km für eine Strecke laufen mussten. Da die Markttage ja früh begannen, mussten diese Frauen schon nachts von ihren Harzorten aus losgehen, um pünktlich anzukommen. Mein Dank gilt wieder unserem Wanderleiter für die Vorbereitung und Durchführung der ca. 10 km langen Wanderung.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 05.12.2016
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Gisela Görgens aus Quedlinburg | 24.11.2016 | 21:23   Melden
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