Wendefurther Talsperre - Neuwerk - Rappbodetalsperre - Ostharzer Talsperrensystem

höchstes norddeutsches Eisenbahnviadukt in Neuwerk
Thale: Talsperre | Unter der Leitung von Manfred Böhm vom Harzklub Quedlinburg begann an der Wendefurther Talsperre eine Wanderung. Auf dem Harzer Hexenstieg wanderten wir an der Talsperre entlang bevor es über Seitentäler zum eigentlichem Bodetal kamen. Immer am dem Ufer der Bode entlang erreichten wir den alten Bergarbeiter- und Hüttenort Neuwerk. Neben dem Festplatz des Neuwerker Grasedanz, dem Hüttenplatz, legten wir unsere Mittagspause ein. In Neuwerk überquerten wir die Bode  und wanderten bei schönsten Frühlingswetter einen Wanderweg in Richtung Stahlberg hinauf. Oben angekommen, gingen wir auf den, parallel zur Landstraße L96  führenden, Weg in Richtung Rappbodetalsperre. Von der Sperrmauerkrone konnten ir einen kontrollierten Sprung(GIGASWING) von der längsten Hängebrücke ihrer Art (TITAN RT) miterleben. Über einen Wanderweg ging es wieder hinunter zur Wendefurther Talsperre. Mein Dank geht an den Wanderführer für die schöne, aber auch recht anspruchsvolle, Wanderung.
In wenigen Sätzen will ich versuchen einen kurzen Überblick über das Ostharzer Talsperrensystem zu geben. Über die Vorsperren der Hassel und der Rappbode fließt das Wasser in die Rappbodetalsperre. Diese Talsperre dient neben den Hochwasserschutz vor allem der Trinkwasserversorgung im mitteldeutschem Raum. Das Wasser der Kalten Bode durchfließt das Hochwasserschutzbecken bei Mandelholz. Kurz vor Königshütte vereinigt sich die Kalte mit der Warmen Bode zur Bode. Bis zur Überleitungssperre Königshütte ist es nicht weit. Hier fließt ein Teil des Wassers über einen Stollen in die Rappbodetalsperre. Vorbei an Rübeland und Neuwerk fließt der Rest des Wassers in Wendefurther Talsperre. Diese Talsperre liegt  unmittelbar unterhalb der 106 m  hohen und 415 m langen Rappbodetalsperrenmauer . Bei Wasserüberfluß(Hochwasser) kann das Wasser über einen Überlauf direkt in die Wendefurther Talsperre ablaufen. Die Wendefurther dient dem Hochwasserschutz und der Naherholung (Bootsfahrten, Angeln). Die Stromerzeugung, in den Spitzenverbrauchszeiten, über ein Pumpspeicherwerk ist eine weitere wichtige Aufgabe. Die notwendige Regulierung der Bode obliegt ebenfalls dieser Talsperre. Die Einweihung des gesamten Talsperrensystems erfolgte im Oktober 1959.
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