Tourismus im Harz

Thale: Bodetal | Tourismus boomt in Thale

Der Tourismus in der Region boomt und der Harz, als Leuchtturm dieser Branche, strahlt weit über die Landesgrenzen von Sachsen Anhalt hinaus. Das freut die Stadtoberhäupter, besser bekannt als Ober- oder „nur“ Bürgermeister. Es freut die Betreiber von Beherbergungsbetrieben und natürlich erfreut es die Nutznießer, die Urlauber, eben die Touristen. Schicke, gute Hotels, Pensionen, Betten- und Ferienhäuser sind verfügbar. Neues kommt hinzu. Der Nutzer wird fündig. Je nach Geschmack und Geldbeutel. Die Angebote sind mehr als breitgefächert.
Und der Harz BIETET ! Natur, Geschichte, Gegenwart, Mythen, Hexen und Teufel. Wer den Harz als Urlauber bereist, egal ob als Single, Paare oder Familie, findet in all diesen Bereichen die gewünschte Entspannung. Hier werden echte Urlaubsträume wahr, ohne sich mit langen Strohhalmen literweise, ein aus Spanien stammendes, aromatisiertes Wein-Mischgetränk eimerweise einzuverleiben.
Natürlich haben unsere Landespolitiker in Magdeburg längst diesen erfreuliche Trend erkannt.
Ein Masterplan „Tourismus Sachsen Anhalt 2020“ wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft erstellt . Ein wichtiges Papier ohne Fehl und Tadel, sollte man meinen. Auf die Region um Thale bezogen erkennt man sehr schnell einen wesentlichen Mangel. Das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft hat den Plan ohne die Amtskollegen vom Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft erstellt. Und genau hier liegt der Zankapfel begraben. Es geht natürlich......ums liebe Geld. Geld vom Land für die Infrastruktur, für die Erhaltung von Wanderwegen. Aber wer in der Landesregierung fühlt sich in der Verantwortung ?
Wirtschaft sagt, Landwirtschaft (Landesforst), ihr als rechtlicher Eigentümer seit für die Erhaltung der Wege zuständig. Landwirtschaft sagt, wir wollen Holz ernten bzw. Forstwirtschaft betreiben. Das geht problemlos ohne Tourismus. Aber der Tourismus boomt ! Wanderer im Bodetal, zwischen Treseburg und Thale, nutzen den, auch als Harzer Hexenstieg, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Weg. Und der Weg ist alt. Vor 150 Jahren angelegt. Es waren im 19. Jahrhundert die Betreiber der Eisenbahngesellschaft, welche Thale für ihr damaliges Kundenklientel noch interessanter machen wollten. Gut so, denn Thale hat bis heute nichts an seiner Attraktivität eingebüßt. Im Gegenteil ! Viel Neues kam hinzu.
Wenn aber auf Sicht gesehen in den nächsten Jahren an dem Wanderweg im Bodetal keine grundlegenden Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, erleidet dieser das gleiche Schicksal wie die Schurre, der älteste Wanderweg im Bodetal, vom Hirschgrund zur Roßtrappe. Es drohen Sperrzäune und Sperrschilder.
Dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft in Magdeburg liegen Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, in welchen Bereichen absoluter Handlungsbedarf besteht. Vom Harzklub Zweigverein Thale wurde diese „Gefährdungsmappe“ erstellt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ok, bleibt die Hoffnung, dass der Masterplan 2020 eine Ergänzung erfährt. Erhalt der Wanderwege.........denn sie sind die Lebensadern für eine vom Wandertourismus geprägten Region.
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