Erhard Groll

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Stolp (Pommern) - ein Abschied vor 70 Jahren (Kriegsende 1945) 1

Ulrich Kruggel
Ulrich Kruggel | Dessau-Roßlau | am 18.08.2015 | 211 mal gelesen

Erhard Groll s Tagebuchaufzeichnungen enden am 31.7.1945. * Als er sein Stolper Tagebuch mit den Anmerkungen versieht, weiß er nicht mehr genau, warum er nicht noch weiter geschrieben hat. Aber sein Abschied von Stolp steht sowieso kurz bevor, wie wir in seiner Ergänzung von 1981 lesen können: Im August mehr Polonisierung. Wir in unserer kleinen Wohnung in der "Kublica" (Kublitzer Straße) mussten zwei Zimmer abgeben an...

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Stolp (Pommern) vor 70 Jahren (9. - 31.7.45 )

Ulrich Kruggel
Ulrich Kruggel | Dessau-Roßlau | am 13.08.2015 | 330 mal gelesen

(Fortsetzung! *) 9.7.45 Einen verrückten Automechaniker kennen gelernt, der hat doch wahrhaftig einen "Großen Mercedes" in einer Garage (gehörte einem General, einem deutschen). Den will er umlackieren, ausrüsten und in russischer Uniform über Stettin heraus. Er kann Russisch, aber alles andere ist purer Wahnsinn. Wenn sie ihn in russischer Uniform erwischen, stellen sie ihn kurzerhand an die Wand. Über Stettin (Scheune...

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Stolp (Pommern) vor 70 Jahren (Fortsetzung *) 1

Ulrich Kruggel
Ulrich Kruggel | Dessau-Roßlau | am 31.07.2015 | 181 mal gelesen

18.6. - 3.7.1945 18.6.45 Dr. Br., Leiter der Typhusstation, hat sich infiziert und ist an eben dieser Krankheit gestorben. Er hat sich niemals geschont, nie Angst vor der Ansteckung gehabt. Dorothea F. macht manchmal haarsträubende Fehler, die ich so leise bereinige, wie es geht. Was mir ihren Dank einträgt (im Keller oder sonstwo im Hause.)Manchmal muss ich laut vor mich hinsagen, was ich hier eigentlich darstelle....

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Stolp (Pommern), jetzt Slupsk, vor 70 Jahren (10. bis 18.Mai 1945)

Ulrich Kruggel
Ulrich Kruggel | Dessau-Roßlau | am 19.05.2015 | 532 mal gelesen

(Fortsetzung!) * 10.5.45 Tennis gespielt. Niki hatte Bälle aufgetrieben, wer weiß woher. Ich brachte die Schläger mit. Schläger bekommt man überall, nach Tennis ist niemandem in der Stadt, fast niemandem. Wir jedenfalls gingen auf die Blau-Weiß-Plätze, die einigermaßen erhalten und bei etwas gutem Willen auch bespielbar waren. Zwei weitere Spieler waten da: Ursula K. aus der Milchzentrale (Labor), die ich zum nächsten...