Fragen zur Gestaltungssatzung der Stadt Weißenfels

In den letzten Tagen war unser Oberbürgermeister Herr Risch öfter unterwegs, um neue Dinge zu unserer Stadterneuerung oder ähnliches in Gang zu bringen oder abgeschlossene Projekte zu übergeben. So geschah dies zur neuen Brücke über die Saale in Leißling oder des symbolischen Spatenstichs für den Neubau in der Saalstraße.


Was ist mit dem Markt?

Aber auch die Übergabe der fertiggestellten Mohrenapotheke ist ein Zeugnis für die ständigen Versuche unserer Stadt zur Erhaltung unseres historischen Stadtkerns. Die Mohrenapotheke ist sehr schön geworden. Da sie auch eine sehr sinnvolle Nutzung gefunden hat, ist das investierte Geld sinnvoll angelegt worden. Sollte es nun auch noch gelingen, die Marktfläche zu sanieren, wäre ein weiterer großer Schritt getan und dieser hässliche Flickenteppich wäre verschwunden. Auch der nun endlich stattfindende Bau der Fußgängerbrücke ist für viele eine wertvolle und wichtige Angelegenheit.

Im letzten Weißenfelser Amtsblatt vom 17. Februar 2016 wurde auch über den Fortbestand der Gestaltungssatzung der Stadt geschrieben. Nun verstehe ich eines aber nicht. In der Saalstraße wird durch den Investor WBG ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Man muss sicher auch von der WBG ausgehen: Diese muss das Gebäude später auch vermieten.

Wenn man sich aber die Bilder und das Projekt dazu ansieht, kommt man ins Grübeln. Schon das gegenüberliegende Gebäude ist für einen historischen Stadtkern nach der Instandsetzung sehr gewöhnungsbedürftig. Diese Freifläche war auch kein schöner Anblick, es musste etwas passieren. Was die WBG nun aber baut hat mit historischem Stadtkern rein gar nichts mehr zu tun. Ein gewaltiger Klotz aus Beton, Glas und Stahl, wobei das geplante Dach sich einfach nicht an der langen Häuserzeile der Jüdenstraße orientiert.


Wer entscheidet?

Es wäre schön, wenn man einmal erfahren könnte, wer über Bau oder Nichtbau geplanter Objekte im und um den historischen Stadtkern entscheidet. Wenn man sich kurz vor den anstehenden Landtagswahlen bei den Bürgern umhört, ist doch schon wieder eine große Wahlunmut zu spüren. Dies sind einfach die Auswirkungen auf bestimmte Dinge, die unsere Kommunalpolitiker zu verantworten haben. Das beste Beispiel ist der geplante "historische" Neubau in der Saalstraße, Ecke Jüdenstraße, über den viele Bürger der Stadt nur mit dem Kopf schütteln.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 22.02.2016
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