Inklusion in Schulen

Mit Verwunderung habe ich den Artikel unseres Kultusministers, Herrn Dorgerloh, gelesen und bedaure seinen Kenntnisstand

Richtig mag sein, dass sich der ein oder andere Lehrer mit dem Thema Inklusion schwer tut. Inklusion beginnt im Kopf aller Menschen und geht nicht von heute auf morgen. Inklusion versteht sich als ein gesamtgesellschaftlicher Prozess.

Jahrelang praktizierten wir im Schulsystem Separation, welches das genaue Gegenteil von Inklusion ist. Nun stellt sich die Politik hin und verlangt von den Lehrern inklusives Arbeiten, ohne aber die Schaffung dafür erforderlicher Rahmenbedingungen. Auch lasse die Qualität der Fortbildungen zum Thema zu wünschen übrig. Ferner wird in den Fortbildungen über Rahmenbedingungen gesprochen, wie Inklusion gelingen kann. Diese Rahmenbedingungen existieren aber nicht in der Realität.

Schulen, wo es bereits gut laufe, mit einem Sonderpädagogen belobigen zu wollen, sagt mir, dass das Thema nicht verstanden wurde. Denn es ist eine der Grundvoraussetzung, um nicht zu sagen Rahmenbedingung, für eine gelingende Inklusion, dass an jeder Schule Sonderpädagogen zum Einsatz kommen.

Hier im Burgenlandkreis und Saalekreis wurde im vergangenen Jahr das Bündnis Inklusion - Chancengleichheit und Vielfalt geschlossen, in dem wir in sieben Arbeitsgruppen zusammenarbeiten. Unter anderem gibt es eine AG Bildung und Erziehung. In dieser AG sind hervorragende und engagierte Pädagogen tätig, die tagtäglich vor Herausforderungen stehen und sich von der Politik im Stich gelassen fühlen! Aktuell erarbeiten wir Handlungsstrategien, welche dann in einem Aktionsplan zusammengefasst und an die Politik weitergeleitet werden sollen.
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