EUREGA 2015 oder Die 5 unerschrockenen Frauen beim Rheinmarathon

Unser Boot "Rhein" bereit für den Rhein.
 
Letzter Check vor der Abfahrt am Bootshaus in Weißenfels.
Nach monatelanger Trainingsvorbereitung auf der idyllischen Saale stand am 2. Mai das Ziel der Arbeit auf dem Programm: Rheinmarathon von Neuwied nach Bonn. Das bedeutet eine Distanz von 45 Kilometern auf dem RHEIN.

Dazu etwas Vorgeschichte.
Die 5 Damen aus Weißenfels Katrin, Silvia, Ines S. und Ines A. hatten bereits im letzten Jahr am Rheinmarathon im Herbst 2014 teilgenommen. Gern wollten sie auch an dem besagten Ereignis teilnehmen. So etwas schüttelt man(n/Frau) nicht einfach so aus dem Handgelenk. Ein kontinuierliches Rudertraining ist sehr wichtig. Weil durch Arbeit, Krankheit oder andere Gründe in der Vorbereitung ja immer mal eine der Mutigen ausfallen kann, suchten sie eine Reserve.
Dabei fiel die Wahl auf mich, sozusagen als Springer. Ich habe also an der einen oder anderen Einheit teilgenommen, auch mal als Steuerfrau.
Stets hatte ich die stille Hoffnung, dass Training ja schön ist, aber ich beim Marathon hübsch ruhig zu Hause sitze.
Geplant und angedacht war die Teilnahme mit einem Steuermann vor Ort. Idealerweise ist das jemand vom Rhein bzw. mit Rhein-Erfahrung. 2 Wochen vor dem Start spitzte sich die Situation zu, weil leider trotz vieler Anfragen bei Rudervereinen kein Steuermann gefunden wurde.
Das große Grübeln bei den Mädels begann, denn sie hatten so lange dafür trainiert. An dieser Stelle aufgeben? NEIN!
Dann kamen sie auf die wahnwitzige Idee nach der Alternative zu suchen.
Können die Leser sich denken WER die Alternative war?
Richtig gedacht. Sie fragten mich.
Nach etwas Bedenkzeit und permanenten Zuspruch der Damen sagte ich: JA.
Und so kam es, dass der Weißenfelser Vierer in Neuwied mit 5 Weißenfelserinnen an den Start ging.
Mein Respekt war gewaltig, denn Steuern auf der Saale und dem Rhein, das sind Welten.

Die Fahrt am 1. Mai nach Neuwied verlief planmäßig. Begleitet von 2 unterstützenden Männern Paul und Norbert bezogen wir die Stellung in Neuwied.
Den Abend verbrachten wir gesellig bei leckerem Essen auf der Terrasse des Bootshauses. Toller Blick auf den Rhein und ein fantastischer Sonnenuntergang war inklusive.
Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück Richtung Rhein zum Vereinsgelände. Gemeinsam machten wir das unser Boot "RHEIN" startklar.
Bis zu Start gegen 12:30 Uhr hatte wir noch Zeit und genossen die Sonne.

Mit der Startnummer 77 an unserem Boot ging es auf den großen Fluss und unsere "Reise" flussabwärts begann. Der Rhein, der bis dahin nicht so wild erschien, zeigte schon nach einigen 100 Metern was er an Wellen bereit hielt.
Die 45 Kilometer waren ein echtes Abenteuer. Ausflugdampfer und große Schubkäne, Motorboote und Kanus leisteten uns reichlich Gesellschaft. So viel Motorisierung habe ich noch nie so Auge in Auge auf einem Fluss erlebt.
Nach einer Fahrzeit von 2 Stunden 43 Minuten 9 Sekunden waren wir im Ziel.
Die Ergebnisse wurden reichlich später bekanntgegeben. Mit Erstaunen erfuhren wir, dass uns nur 21 Sekunden zum 2. Platz fehlten.
Auf unseren 3. Platz sind wir als Nicht-Rheinanlieger echt stolz.
Ein Gläschen Sekt darauf war unsere Belohnung der Strapazen.
Den Abend ließen wir in Bonn bei "Rhein in Flammen", bis es rechtschaffen müde zurück in die Unterkunft und dann in die Falle ging.

Mit der Rückfahrt nach Weißenfels ging das aufregende und erfolgreiche Wochenende zu Ende.
Unseren Dank richten wir an dieser Stelle an alle Unterstützer im Verein.
Besonders danken wir Paul und Norbert für ihre tatkräftige Hilfe und ihre Geduld.
1
Einem Mitglied gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 08.05.2015
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.