Achterfahrt in Potsdam

  Bei der Überschrift könnte man einen Fehler vermuten, weil vielleicht "Achterbahnfahrt" gemeint sein könnte.
Nein, der Titel ist richtig, denn eine Abordnung unserer Freizeitgruppe vom WEISSENFELSER RUDERVEREIN nutzte die Gelegenheit, eine organisierte Wanderfahrt in Potsdam zu machen. Dort konnten wir freundlicherweise einen Doppel-Achter bei der Potsdamer Rudergesellschaft für einen Tag ausleihen und damit vom Templiner See aus eine Runde von 36 km über die Gewässer drehen.
Ein Ehepaar war bereits am Freitag (17. April) als Vorhut nach Potsdam gereist.
Der Großteil der Ruderer, genau gesagt 6, fuhren am Sonnabend beladen mit reichlich Proviant im Gepäck in Richtung Potsdam. Nach zügiger Fahrt umkreisten wir das Zielgebiet kurzzeitig, aber fast pünktlich kamen wir bei der Rudergesellschaft an und wurden da auch bereits sehnsüchtig erwartet.
Flott schlüpften wir in die Sportkleidung und nahmen dann den Achter in Empfang.
Nachdem das Boot im Wasser lag, machten die übergroße Mehrheit der Gruppe deutlich, dass eine Grundlage in Form von Essen vor der Wanderfahrt dringend notwendig war.
Unser Frühstück auf dem Vereinsgelände der Rudergesellschaft konnte sich wahrlich sehen lassen und ließ keine Wünsche offen.
Nach der Stärkung waren alle bereit zum Start der Wanderfahrt. Das Boot wurde mit weiterem Proviant beladen und wir legten ab.
Auf Anraten der erfahrenen Potsdamer Ruderer änderten wir die Route, denn der Wind spielte bei unserer Fahrt eine bedeutsame Rolle.
Nach den ersten Kilometern frischte der Wind deutlich auf. Gemischt mit dem Wellengang war es keine Fahrt für Schwächlinge.
Nach reichlich zurückgelegten 20 km entdeckten wir einen schönen Sandstrand, der zum Anlegen für unser großes Boot geeignet war.
4 mutige aus unserem Boot wagten den Ausstieg über das Wasser und eilten flinken Fußes ans nahe Ufer. Der Rest kam völlig trockenen Fußes ans gelobte Land.
Unsere Vorräte wurden ausgepackt und wir genossen den Sonnenschein während wir uns stärkten.
Nicht fehlen durften im Nachgang einige aussagekräftige Fotos von uns.
Danach kletterten alle wieder ins Boot und die Fahrt wurde fortgesetzt.
Nach Natur pur konnten wir im Folgenden Potsdam recht nah erleben. Schlösser, Parkanlagen, unzählige Segel- und Motorboote konnten wir bestaunen.
So langsam drängte die Zeit zur Rückkehr ans Bootshaus und auch die Kräfte der Besatzung schwanden.
Aber wir erreichten vollzählig und stolz den Ausgangspunkt der Fahrt.
Nach Reinigung des Holzachters wurde dieser wieder zu seinem Platz in der Bootshalle gebracht.
Nach der Verabschiedung vom Ruderverein bezogen wir unser Quartier im Hotel direkt neben dem Ruderverein.
Wir gönnten uns eine kleine Pause zum Frischmachen.

Für den Abend hatten wir im Krongut, einem traditionsreichen Lokal mit hauseigener Brauerei und Brennerei einen Tisch bestellt.
Von der rustikalen Einrichtung waren wir begeistert, das Büffel-Bier schmeckte vorzüglich und auch das Essen war spitze. Allerdings machten sich nach 2 unterhaltsamen Stunden die Anstrengungen des Tages bemerkbar.
Im Foyer unseres Hotels setzten wir uns noch zu 1-2 Gläschen zusammen.

Am nächsten Morgen begrüßte uns strahlender Sonnenschein und ein spiegelglatter See. Gerudert sind wir an dem Tag trotzdem nicht. Wir genossen die Sonne bei einer gemütlichen Wanderung und einer motorbetriebenen Fahrt über den Templiner See.
Unsere Muskeln dankten uns diese weise Entscheidung.
Gegen 13 Uhr traten wir am Sonntag die Rückfahrt an. Unseren Fahrer konnten wir zum Glück cirka 50 km vor Weißenfels noch von einer Rast überzeugen. Die Vorräte waren längst nicht aufgebraucht, so dass wir tüchtig zulangen konnten.
Tja, dann näherten wir uns zügig unserer Heimatstadt. Die 1. Wanderfahrt des Jahres 2015 endete für uns.

Den 8 Teilnehmern hat die Fahrt in Potsdam großartig gefallen.
Und schon bald locken neue Ziele. Ende Juni plant Christiane bereits seit Längerem eine Wanderfahrt nach Havelberg. Neben dem Rudern ist hier der Besuch der Bundesgartenschau angedacht. Dies versprechen ebenfalls erlebnisreiche und lustige Tage zu werden. Schauen wir mal, ob es in unseren Reihen noch weitere reiselustige Ruderinnen und Ruderer gibt.
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