Kleine Bahnen starten zur ersten Probefahrt

Einfach mal eine Pause machen und vor sich hin träumen. Viele Details verstecken sich auf den Anlagen des Modellbauclubs Braunsbedra und alle erzählen ihre eigene Geschichte.
Langsam fährt die kleine Dampflok mit ihren zwei Wagen den steilen Berg hinauf, überquert dabei eine große Brücke über einen See, bevor sie in den großen Bahnhof einfährt. Auf dem Gleis daneben steht schon der Güterzug mit einer großen Diesellok bereit und wartet auf Abfahrt.

Die Züge drehen beim Modellbauclub Braunsbedra wieder ihre Runden. „Wir haben auf unserer neuen Anlage „Neschwitz“ vor ein paar Tagen mit den Probefahrten begonnen, damit pünktlich zu den Ausstellungen in Magdeburg (2.-4.11.2017) und Merseburg (2.-10.12.2017) alles rund läuft und nix mehr schief gehen kann,“ berichtet der Vereinsvorsitzende Kay Rzepka. Währendessen durchfährt der Güterzug den anspruchsvollen Rundkurs, welcher sich durch zahlreiche Tunnels und imposante Brücken windet. Vorbei geht seine Reise auch an Thomas Weber, welcher gerade dabei ist, die kleinen, noch fehlenden Details rechts und links der Gleise zu ergänzen. „Wir haben die Anlage von einem Braunsbedraer übernommen und ausstellungstauglich umgebaut“ meint der Modelleisenbahner, welcher gerade das Kreuz auf die Kirchturmspitze setzt. „Das hat mich schon viele Nerven gekostet, hoffentlich hält es diesmal“ so Weber weiter.

Dieses und viele weitere kleine Details lassen sich auf der Anlage „Neschwitz“ entdecken. „Wir versuchen immer kleine Geschichten auf unseren Anlagen zu verstecken“ wirft Steve Franke ein, welcher gerade an der großen Anlage nebenan arbeitet. „Unsere Anlage Thüringen ist in die Jahre gekommen und benötigt eine Auffrischung. Diese wollen wir in den nächsten Jahren durchführen und unsere Arbeitsschritte jedes Jahr auf unseren Ausstellung präsentieren“ so der Vereinsvorsitzende Rzepka, während er über die 4,50 Meter große Anlage blickt. „Hier sollen regionale Besonderheiten mit den aktuellen technischen Möglichkeiten verbunden werden, ließ der Vereinsvorsitzende noch verlauten.

Der Blick wandert wieder zur neuen Anlage „Neschwitz“. Das Kirchenkreuz hält, Thomas Weber ist bereits an der nächsten Baustelle. Die Modellbauer aus Braunsbedra mussten den ganzen Unterbau erneuern, bestand dieser doch nur aus Pappe und Styropor. „Der hätte keinen Transport zur Ausstellung überlebt, da mussten wir etwas tun“ waren sich alle einig.

Wer sich gerne von der Arbeit des Modellbauclub Braunsbedra überzeugen möchte oder gern selbst die Hand anlegen möchte, kann dies jeden Dienstag und Donnerstag ab 18:30 Uhr in der Goethestraße in Braunsbedra tun.

Weitere Infos: www.modellbauclub-braunsbedra.de
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