Museumstag 2018 in Wernigerode: Auf den Spuren bekannter – und weniger bekannter – Harzmaler

Anhand verschiedener Portraits brachte HEIMAT-Stipendiatin Christine Bergmann den Zuhörerinnen und Zuhörern das künstlerische Schaffen der Malerfamilie Crola näher.
Wernigerode: Harzmuseum |

Anlässlich des Internationalen Museumstags am 13. Mai 2018 öffnete das Wernigeröder Harzmuseum nicht nur seine Pforten, sondern auch die Tore des nahegelegenen städtischen Archivs, in dem das Museum zahlreiche faszinierende Exponate einlagert, die aus Platzgründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden können.

Durch die Schätze dieses Schaudepots führte die rund zwanzig Besucherinnen und Besucher neben Museumsleiter Olaf Ahrens auch die aus Halle stammende Künstlerin Christine Bergmann, die sich derzeit als HEIMAT-Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt mit dem Vermächtnis bekannter – und weniger bekannter – Harzmaler auseinandersetzt. Zu sehen gab es neben klassischen Motiven wie etwa dem vielgemalten Forsthaus im Christianental, dem Brocken oder dem Wernigeröder Rathaus auch zahlreiche Werke, die man mit Harzmalern wie Otto Illies (1881-1959), Wilhelm Pramme (1898-1965), Ernst Helbig (1802-1866) und Georg Heinrich Crola (1804-1879) eher nicht assoziiert – darunter ein höchst atmosphärisches Stilleben, etliche beeindruckend realistische Portraits sowie ein impressionistisch anmutendes Selbstbildnis von Otto Illies, das auch in jeder modernen Kunstgalerie hängen könnte.

Doch nicht nur das Schaffen der Künstler, sondern auch deren Biographie und ihre persönliche Verbindung zu Wernigerode wurden im Rahmen der Sonderführung thematisiert. So erfuhr die interessierte Besuchergruppe unter anderem, dass der aus reichem Elternhause stammende Otto Illies nie für seinen Lebensunterhalt malen musste oder dass Wilhelm Pramme nicht nur den Harz durchstreifte, sondern auch abenteuerliche Reisen nach Ägypten und Afghanistan unternahm. Die knapp einstündige Sonderführung endete nicht nur mit der Beantwortung zahlreicher Fragen zum Leben und Wirken der Künstler, sondern auch mit einem kräftigen Applaus für Christine Bergmann und Olaf Ahrens für ihre ebenso sachkundigen wie persönlichen Einblicke in die Harzer Malerei.

Spätestens im September wird das Schaffen der Harzmaler die Wernigeröder Museumslandschaft übrigens erneut beschäftigen – dann nämlich zeigt die HEIMAT-Stipendiatin Christine Bergmann die Ergebnisse ihrer ganz eigenen künstlerischen Auseinandersetzung mit den Werken Helbigs, Prammes und weiterer Harzer Landschaftsmaler.
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