Nachtjäger und Luftakrobaten im Wernigeröder Harzmuseum

Wernigerode: Harzmuseum | Wie orientieren sich Eulen in völliger Finsternis? Wie findet ein Mäusebussard seine Beute? Um welche Tageszeit sind Waldohreulen aktiv? Welche Eulen- und Greifvogelarten sind eigentlich im Nationalpark Harz beheimatet? Und welchen Bedrohungen sind unsere heimischen Eulen und Greifvögel durch Eingriffe des Menschen in ihrem natürlichen Lebensraum ausgesetzt?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet die neue Sonderausstellung „Von Jägern der Nacht und Akrobaten der Lüfte“ im Wernigeröder Harzmuseum, die ich am Wochenende kurz nach ihrer feierlichen Eröffnung am 21. Mai samt Familie aufsuchen durfte. In enger Zusammenarbeit mit dem Halberstädter Heineanum – einer der größten vogelkundlichen Sammlungen in ganz Europa – sowie dem Magdeburger Naturkundemuseum und der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde hier in Wernigerode eine äußerst interessante Ausstellung über die Besonderheiten der heimischen Vogelwelt zusammengestellt, die die ohnehin sehenswerte Dauerausstellung des Museums hervorragend ergänzt. Insgesamt zwanzig Vogelarten – acht Eulen und zwölf Greifvögel – werden durch Präparate und Schautafeln im Detail vorgestellt.

Abgerundet wird die Ausstellung durch ein halbes Dutzend liebevoll gestalteter Schaukästen mit lebensechten Vogelmodellen des Wienröder Holzkünstlers Heini Paul, die auch schon im Heineanum und im Blankenburger Schlossmuseum zu sehen waren. Hier ist vom Grünfink über den Hausspatz und die Goldammer bis hin zum Stieglitz jeder Vogel zu sehen, den man auch einmal beim Waldspaziergang oder im heimischen Garten beobachten könnte. Neben vielen Informationen zu Lebensraum und Verhalten der Tiere macht die Sonderausstellung aber auch auf Probleme und Bedrohungen aufmerksam und verrät, wie insbesondere Eulen besser geschützt und damit für den Naturraum Harz erhalten werden können.

Die sehenswerte Sonderausstellung “Von Jägern der Nacht und Akrobaten der Lüfte – Eulen und Greifvögel unserer Region” kann noch bis zum 7. September 2013 im Harzmuseum am Klint 10 in 38855 Wernigerode besucht werden. Weitere Informationen sowie die aktuellen Öffnungszeiten finden sich unter http://www.harzmuseum.de.
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