Absolventin gewinnt Studienpreis 2014

Verleihung des Studienpreises 2014 an Absolventin Sabrina Büttner (m.) der Hochschule Harz.
Wernigerode: Hochschule Harz |

Für ihre herausragende Bachelorarbeit mit dem Titel „Metaanalyse zur Erschließung neuer Braunkohletagebaue in der Lausitz unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit“ ist Sabrina Büttner, Absolventin des Studiengangs Europäisches Verwaltungsmanagement, kürzlich mit dem Studienpreis 2014 des BWK-Landesverbandes Sachsen-Anhalt in Halle ausgezeichnet worden. Die interdisziplinäre Ausrichtung ihrer Arbeit wird auch in der Wahl der Betreuer deutlich: Neben Prof. Dr. Ulrich Kazmierski vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften hat Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dozentin am Fachbereich Automatisierung und Informatik, die Arbeit betreut und begutachtet.

In ihrer Abschlussarbeit beschäftigt sich die Absolventin mit der Erweiterung bzw. Erschließung neuer Braunkohlentagebaue in der Lausitz. Ausgangspunkt ihrer wissenschaftlichen Betrachtung sind Studien, die eine Tagebauerweiterung entweder befürworten oder ablehnen. Diese Untersuchungen führen nicht nur zu gegensätzlichen Abbauempfehlungen, sondern werden auch durch ökonomische, politische und ideologische Interessen überlagert, die - so die Annahme der Bachelorarbeit - deren Analysen und Ergebnisse mit beeinflussen. Um die zentrale Fragestellung „Wie lassen sich die verschiedenen Studien zur Braunkohletagebauerweiterung in der Lausitz unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit einschätzen?“ zu beantworten, nutzt die Verwaltungswissenschaftlerin das Modell der optimalen Umweltqualität, mit dem überprüfbare Kriterien für eine nachhaltige Tagebauerweiterung abgeleitet werden können.

Die junge Akademikerin bearbeitet in ihrer preisgekrönten Arbeit ein interessantes, wichtiges und aktuelles Problem aus dem Bereich regionaler Umweltpolitik. Das Ergebnis der Metaanalyse, dass keine der untersuchten Studien zum Braunkohletagebau der Nachhaltigkeit in einem optimalen Ausmaß nahekommt, wird nicht nur präsentiert, sondern auch kritisch-reflexiv eingeordnet. Der Mehrwert ihrer Untersuchung besteht darin, dass sie nicht nur ein bestimmtes Modell anwendet, sondern ein eigenes Forschungsdesign mit eigener Argumentation entwickelt.

Der Studienpreis in Höhe von 250 Euro wird vom Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK) für die beste Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit verliehen, die an einer Fachhochschule des Landes Sachsen-Anhalt in den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft, Kultur- und Wasserbau sowie Nutzung erneuerbarer Energien angefertigt und verteidigt wurde.
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