Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz besichtigte Fischaufstieg

Otfried Wüstemann und Ulrich Eichler vom Wernigeröder Wildfisch- und Gewässerschutzverein übergeben eine Aluminium-Forelle als Präsent an Prof. Dr. Beate Jessel, die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz.
 
Eine Besuchergruppe um BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel besichtigt eine Mühlgraben am Campus der Hochschule Harz.
Wernigerode: Hochschule Harz |

Prof. Dr. Beate Jessel, die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Sitz in Bonn, nimmt die große Aluminium-Forelle freudig entgegen. Übergeben wird sie von Ulrich Eichler, dem Umweltbeauftragten der Stadt Wernigerode, und Otfried Wüstemann, dem Vorsitzenden des Wernigeröder Wildfisch- und Gewässerschutzvereins und Gewässerexperten des Nationalparks Harz. Die Forelle – hergestellt von der Wernigeröder NEMAK GmbH – wird der Behördenleiterin im Namen der Stadt – vertreten durch Oberbürgermeister Peter Gaffert und Nachhaltigkeitsmanagerin Katrin Anders – sowie des Gewässerschutzvereins als Zeichen des Danks für die großzügige Unterstützung des Bundesamtes in den vergangenen Jahren übergeben.

Zuvor hatte Jessel im historischen Wernigeröder Rathaus einen Förderscheck für das „Stadtgrün“-Projekt an fünf Kommunen überreicht, in dessen Rahmen Vegetationsflächen und alte Mühlgräben - wie in Wernigerode etwa das Stille Wasser – naturnah erhalten und gestaltet werden sollen. An diesen Übergabetermin schloss sich der Vor-Ort-Besuch einer solchen Projektfläche am Campus der Hochschule Harz an, die von Prof. Dr. Andrea Heilmann, Prof. Dr. Olaf Drögehorn und Frauke Gerlach vorgestellt wurde. Anschließend nutzen Peter Gaffert, Ulrich Eichler, Otfried Wüstemann und Nadja Effler-Scheruhn, die Geschäftsführerin des Unterhaltungsverbands Ilse-Holtemme, noch die Gelegenheit, der BfN-Präsidentin den benachbarten Fischaufstieg stellvertretend für das bis dato größte erfolgreiche Renaturierungsprojekt der Stadt zu präsentieren.

Zwischen 1996 und 2012 wurden alle 23 in den beiden Gewässern Holtemme und Zillierbach noch existierenden Barrieren, die Fische am Durchzug hindern konnten, entweder beseitigt oder durch Fischaufstige überbrückt und damit die vollständige ökologische Durchgängigkeit beider Gewässer hergestellt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Maßnahmen kann die Harzer Bachforelle – Wappentier sowohl der Stadt Wernigerode als auch des Landkreises Harz – inzwischen wieder von jeder Brücke in Wernigerode aus beobachtet und bestaunt werden. Das im Jahr 2012 abgeschlossene Projekt war Bestandteil der erfolgreichen Bewerbungen der Stadt Wernigerode um die Titel „Bundeshauptstadt Naturschutz“ (2007) und „Biodiversitätskommune“ (2011) der Deutschen Umwelthilfe.

„Wir freuen uns, dass unser Durchgängigkeits-Projekt von einer so profilierten Vertreterin des Naturschutzes in Deutschland gewürdigt wird“, so Umweltbeauftragter Eichler. „Der Erfolg dieses Vorhabens ist nicht nur ein Verdienst von Stadt und Verein, sondern aller Partnerinnen und Partner, die uns in den vergangenen Jahren dabei unterstützt haben – vom Landkreis Harz über die Vattenfall Europe Umweltstiftung, die Deutsche Umwelthilfe und die Hasseröder Brauerei bis hin zur Hochschule Harz und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.“ Nachdem die ökologische Durchgängigkeit nunmehr vollständig hergestellt werden konnte, will der Wildfisch- und Gewässerschutzverein seine Aktivitäten in den kommenden Jahren auf die Wiederansiedlung des Edelkrebses in den Harzer Gewässern sowie auf die Einrichtung eines Wildfisch-Lehrpfades mit vielfältigen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche ausrichten.
1
Einem Mitglied gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.