Radpartie am 30.09.2012

  Sportverein „Glück Auf“ Plötz e.V.

Bei wieder einmal sehr angenehm freundlichem Wetter trafen sich über 30 „Pedalritter“, um auf den höchsten Berg zwischen Harz und dem Ural das Kloster Petersberg zu besichtigen.
Obwohl die Entfernung von Plötz bis zum Kloster nur ca.7 km beträgt und die Fahrzeit normalerweise auch nur ca. 30 min. betragen würde, wurde diesmal der Streckenverlauf von den Organisatoren völlig unterschätzt.
Durch den anstrengenden Anstieg auf den 251m hohen Petersberg konnte erst mit einer Verspätung von 30 Minuten die Führung im Kloster beginnen.
Die Führung durch das Kloster von Bruder Markus von der Christusbruderschaft hat sich für alle Beteiligten gelohnt. So erfuhren wir, dass die Stiftskirche 1124 durch Graf Dedo IV von Wettin und Markgraf Konrad von Meißen gegründet wurde. Bald nach der Gründung der Stiftskirche wurde mit dem Bau des Klosters begonnen. Geweiht wurde sie zwischen 1142 und 1151. Durch einen Brand 1565 weitgehend zerstört, stand die Kirche über Jahrhunderte als Ruine. 1853-57 erfolgte ein weitgehend originalgetreuer Wiederaufbau. Auf dem Kreuzgang erfuhren wir, wie hier oben von 1150 bis 1550 die Mönche gelebt und gearbeitet haben.
Bruder Markus informierte uns im Inneren der Kirche über bestimmte Einzelheiten an Wänden und Pfeiler, über deren Bedeutung und Geschichte. Sehr interessant waren die Erläuterungen an den Grabplatten auf dem Fußboden im Kirchenschiff.
Alle Teilnehmer standen vor der Begräbnisstätte von Konrad I von Wettin und seiner Familie. Dass Konrad I von Wettin und seine Familie in der Stiftskirche beigesetzt wurden, war vielen bekannt, aber es wurde angenommen, dass die Begräbnisstätte das monumentale Kenotaph des Markgrafen Konrad und seiner Familie an der Westseite der Turmhalle ist.
Mit den Worten „Da haben wir heute wieder etwas Neues erfahren.“ wurden auch auf dem Außengelände der Stiftskirche sehr interessante Mitteilungen wiedergegeben.
Auf die Frage, ob es auch „Geheimgänge“ vom/zum Kloster gibt, informierte uns Bruder Markus mit einem verschmitztem Lächeln, dass dies immer eine interessante Frage ist bei einer Führung mit Kindern. Nach den jetzigen Erkenntnissen gibt es keinen Geheimgang.
Bevor es zur rasanten Abfahrt vom Kloster zum nächsten „Anziehungspunkt“ kam, wurde noch einmal Aufstellung für eine Gruppenfoto auf dem höchsten geographischen Punkt zwischen dem Harz und dem Ural, wie eingangs schon erwähnt, genommen. Mit etwas Bedauern musste aber festgestellt werden, dass wir trotz der Erhöhung den Ural im Osten und den Harz im Westen nicht gesehen haBeeindruckt vom Kloster, der Tätigkeit der Christusbruderschaft und den vielen neuen Informationen über eine Attraktion ganz in der Nähe unserer Wohnorte verabschiedeten wir uns mit einem herzlichen Dankeschön und vielen Wünschen für die weitere Arbeit bei Bruder Markus.
Bei der Verabschiedung kamen auch schon die ersten Fragen, wo uns die Radtouren 2013 hinführen. Geplant sind die Touren zu einer noch arbeitenden Mühle, in ein Museum mit der Weltgrößten Fingerhut-Sammlung (57.000 Stück) oder aber auch die Besichtigung eines „Mauseturmes“.
Für die Sicherheit auf der Radtour waren wieder die jungen Kameraden der FFw Plötz verantwortlich. Alle Teilnehmer möchten sich bei den Kameraden für das Engagement bedanken.
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