Im Stadtwald belauscht

Felix
  Lutherstadt Wittenberg: NABU-Zentrum | Geschichten aus der grünen Lunge Wittenbergs (Teil 2)

Hallo, da bin ich wieder, Euer Keiler Putz aus dem Wittenberger Stadtwald. Nachdem meine erste Geschichte doch etliche Leser gefunden hat, will ich Euch heute wieder einige Neuigkeiten aus dem NABU-Zentrum verraten:
Zunächst einmal bekommen wir in letzter Zeit öfter Besuch von meinen frei lebenden Artgenossen. Unserem zweibeinigen Personal gefällt das gar nicht, zerstören die ungebetenen Gäste doch Umzäunungen und benehmen sich auch sonst nicht so ordentlich wie unser einer. Leider konnte ich mit ihnen bisher aber noch kein ernstes Wörtchen reden und so müssen sich die Zweibeiner etwas einfallen lassen, um größere Schäden zu verhindern. Dabei haben die eigentlich schon genug Arbeit.
Mehrfach Zuwachs hat unsere Tiergemeinschaft erhalten. Frau Henkelmann beschaffte für unsere einsame Graugans zwei Spielgefährten. Die Teichlandschaft müssen sie sich jedoch derzeit mit Mandarinenenten teilen, die uns jedes Jahr unaufgefordert besuchen kommen. Ihrem Verhalten nach scheinen die vier Männchen und vier Weibchen ernste Absichten zu haben; Jedenfalls lässt mich ihr komisches knurren und bellen so manchen Abend nicht schlafen.
Unbeabsichtigten Nachwuchs gab es bei den Hauskaninchen. Da haben wahrscheinlich unsere Schüler-Pfleger bei den Stallarbeiten nicht aufgepasst und nun sind eben, zu einer sehr ungünstigen Zeit, Jungtiere da. Ich hoffe nur, dass sie gut über den Winter kommen.--Bei dem Stichwort Kaninchen fällt mir doch noch etwas ganz Wichtiges ein: Einige acht Wochen alte Mümmelmänner und Meerschweinchen sollten ein neues zu Hause bekommen, wurden aber nicht abgeholt und stehen nun wieder zur Vermittlung. Also, Tierfreunde, Ihr wisst, wo ich wohne.
Wenn wir gerade bei meinem Aufenthaltsort sind; Wurde ich doch neulich Zeuge eines Gespräches von Zweibeinern aus der Lüneburger Heide. Die wollten mich besuchen kommen und fragten in der Wittenberg-Information nach dem Weg zum Stadtwald. Ich glaubte meinen Lauschern nicht trauen zu können, als ich erfuhr, dass man Ihnen dort keine qualifizierte Auskunft geben konnte. Erst nachdem das zweibeinige Männchen auf die Adresse im Reinsdorfer Weg verwies, vermochte man ihm auf dem Stadtplan einigermaßen die Richtung zu weisen.- Liebe Freunde in der Wittenberg-Information: Es gibt in dieser schönen Stadt weit mehr als nur Luther und Melanchthon!
Zum Schluss noch etwas Erfreuliches. Auch unsere Zackelschaf-Gemeinschaft ist größer geworden. Felix heißt das neue Mitglied. Geboren wurde er im Oktober 2011 in Uslar im Harz. Da seine Mutter kurz nach der Geburt starb, wurde er mit der Flasche groß gezogen und kam über Umwege vor drei Wochen zu uns ins NABU-Zentrum. Da Felix sehr zahm und artig ist, darf er nun mit seinem Paten jeden Tag an der Leine In Wald spazieren gehen. Der hat es gut--aber so brav will ich eigentlich gar nicht sein.
Halt, nun muss ich aber aufhören, sonst plaudere ich noch Sache aus, die Ihr (noch) nicht wissen sollt. Mit den besten Wünschen für eine fröhliche Adventszeit sage ich tschüß bis zum nächste Mal und verabschiede mich mit einem fröhlichen grunz, grunz.
Euer Putz
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