Im Stadtwald belauscht

Geschichten aus der grünen Lunge Wittenbergs, Teil 6


Uff, gähn, grunz,... aus meinem der Frühjahrsmüdigkeit geschuldeten Schläfchen kurz erwacht, will ich Euch doch wenigstens mal wieder das Neueste aus meinem Domizil im Stadtwald berichten:
Überall blüht und grünt es jetzt und alles erwacht zu neuem Leben. Bloß meine Hoffnung, bald stolzer Vater zu werden, hat sich nicht erfüllt. Weiß der Teufel woran es liegt, ich habe mir jedenfalls alle Mühe gegeben; Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden... .
Dabei geht es mir nicht alleine so. Auch die großen und behäbigen King-Tauben hatten zwar Eier gelegt, dann aber wahrscheinlich mitbekommen, das diese nicht befruchtet waren. So haben sie das Brutgeschäft einfach abgebrochen und die Eier aus dem Nest geworfen. Naja, jeder geht mit seinem Frust eben anders um.
Viel Nachwuchs erwarten wir aber bei unseren frei umher fliegenden Vögeln. Alle 30 im NABU-Zentrum und die rund 50 von unseren fleißigen Zweibeinern im Stadtwald augehängten Nistkästen sind belegt. Wenn die Eichhörnchen und Marder nicht all zu sehr räubern, dürfte es bald vielstimmig von den Bäumen zwitschern.- Auch die wilden Stockenten haben sich wieder bei uns eigefunden und mit dem Brüten im Teichhaus begonnen.
Einen Neuzugang haben wir auch. Durch das Veterinäramt wurden zwei Kamerunschafe bei uns abgegeben, welche in Mochau in einem erbarmungswürdigen Zustand aufgefunden wurden. Liebe Zweibeiner, ich erspare Euch Bilder von diesen Tieren, aber so verantwortungslos kann man doch mit uns nicht umgehen! Will nur hoffen, dass unser qualifiziertes Personal es schafft, die beiden wieder aufzupäppeln.
Nun noch ein Tip von mir: In diesen Tagen findet die Umweltbildungswoche des Naturparks Fläming statt. Auch wir beteiligen uns. Am Donnerstag, dem 25. April, steht ab 09°° Uhr ein Fledermaus-Experte Rede und Antwort zu allem, was an diesen Nachtschwärmern so interessant ist.
Fledermäuse schlafen ja bekanntlich am Tag und auch ich fühle mich schon wieder müde. Also, ein fröhliches grunz, grunz und scharch...
Euer Putz, Keiler aus dem NABU-Zentrum im Stadtwald Wittenberg
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 07.05.2013 | 16:41   Melden
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