Interessantes zu den Beelitzer Heilstätten, eines der...

..."verlorenen Seelen" Deutschlands gruseligstes Krankenhaus


Die Beelitz-Heilstätten waren einst Deutschlands Vorzeige-Tuberkuloseklinik – heute sind die verfallenen Gebäude nur noch ein Magnet für Fans verlassener Orte. Doch es gibt wieder Hoffnung dank einiger ungewöhnlicher Ideen. Was aus den Heilstätten werden soll. Wer die Beelitz-Heilstätten betritt, glaubt kaum, dass er sich in einem ehemaligen Vorzeige-Krankenhaus befindet. Die Gebäude verfallen, die Wände sind mit Graffiti überzogen, die Fenster entweder vernagelt oder eingeworfen. Regen tropft durch die Dächer, sodass bei Unwetter in den einst so prunkvollen Räumlichkeiten Pfützen von dreckigem Wasser stehen. An den Eingangsbereich der Notaufnahme hat jemand ein Pentagramm geschmiert, und von den Wänden bröckelt der Putz – die verlassenen, riesigen Räume und Hallen wirken, man kann es nicht anders sagen, wahrhaft gespenstisch. Und tatsächlich sind hier in der Vergangenheit teils gruselige Dinge geschehen.Dabei waren die Heilstätten einst ein mustergültiger Betrieb, in dem die Landesversicherungsanstalt Berlin von 1898 bis 1930 eine Tuberkulose-Klinik betrieb. Es war der Kampf gegen eine verheerende Krankheit, die vor allem aufgrund der katastrophalen hygienischen Zustände in den Berliner Mietskasernen immer mehr um sich griff und außer Kontrolle zu geraten drohte – allein im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts ging bereits jeder dritte Todesfall auf Tuberkulose zurück. Und so entstand mit den Beelitz-Heilstätten im Laufe der Jahre ein moderner Klinik-Komplex mit bis zu 1200 Betten, eigenen Waschhäusern und einem Heizhaus, sogar ein Badehaus und eine klinik-eigene Kirche gab es.

Hoffnung für Deutschlands unheimlichste Klinik

Trotz der düsteren Vergangenheit soll es für Deutschlands unheimlichste Klinik eine Zukunft geben: Der Immobilienentwickler Frank Duske hat sich des Komplexes angenommen und plant nun, den Quadrant D der ehemaligen Lungenheilanstalt zu einem „Creative Village“ umzubauen, mit 6200 Quadratmeter Nutzfläche und 50 Ateliers für Kreative. „Im Herbst wird angefangen zu bauen“, so Duske zu TRAVELBOOK. „Es gibt auf jeden Fall genügend Interessenten und ein großes Feedback.“

Und auch Hans-Georg Hoffmann plant hier für eine Millionensumme Großes: Er möchte einen Baumwipfelpfad installieren, 20 Meter hoch, mit einem noch einmal doppelt so hohen Aussichtsturm und einer Hängebrücke über der Ruine des ehemaligen Frauensanatoriums. Insgesamt 310 Meter lang soll dieser erste Abschnitt werden, nach Bauende soll die Strecke stolze 1000 Meter umfassen. Auch sollen die denkmalgeschützten Häuser im Quadrant A saniert werden, gastronomische Nutzung und Übernachtungsmöglichkeiten sind hier angedacht........

Bricht von Robin Hartmann

zu lesen unter http://www.travelbook.de/deutschland/beelitz-heils...

3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.