War Baumfällung doch sinnlos?

Lutherstadt Wittenberg: Johann-Kunckel-Weg |

Gefällter Eiche im Johann-Kunckel-Weg folgten bis heute keine Baumaßnahmen
Ende Oktober/Anfang November vergangenen Jahres berichteten MZ BürgerReporter und die MZ-Lokalredaktion über die Fällung einer stattlichen und gesunden Eiche im Wittenberger Johann-Kunckel-Weg. Entsprechende Recherchen bei der Stadtverwaltung, als auch in der Magdeburger Saleg-Zentrale ergaben damals, dass diese Maßnahme angeblich aus Gründen der Schaffung von Baufreiheit als Grundlage für die Vermarktung der Fläche unbedingt erforderlich war.
Heute, ein halbes Jahr später und zur besten Zeit für den Beginn von baulichen Aktivitäten, ist davon nichts zu spüren. Das Territorium bietet einen trostlosen Anblick und nichts deutet darauf hin, dass hier in Kürze Einfamilienhäuser entstehen sollen. Die Rasenfläche ist ungepflegt und überall macht sich Wildwuchs breit. Besagter Baum aber ist unwiederbringlich verloren!
Es drängt sich zum wiederholten Male die Frage auf, ob die Verantwortlichen wirklich die richtige Entscheidung getroffen haben oder nur, in der spekulativen Hoffnung auf eine Vermarktung der Grundstücke, die Gunst der Stunde nutzend (Ende der jährlichen Vegetations- und Brutzeit), entschieden haben. Viele bislang in der Lutherstadt gefällte Bäume zeugen davon, dass bei einigen Entscheidungsträgern der Respekt vor der Natur nicht sonderlich ausgeprägt ist. Neupflanzungen können in absehbarer Zeit kein vollwertiger Ersatz für über lange Jahre ganze Stadt -und Landschaftsbilder prägende Baumbestände sein.

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