Wittenberger Vergangenheit

Im Jahr 1873 befahl Kaiser Wilhelm I. die Entfestigung Wittenbergs. Dennoch blieb die Stadt bis zum Ende des 1. Weltkrieges Garnisonsstadt. Daran erinnert die um 1880 errichtete Kavalierkaserne ( Neues Rathaus ). Gegenüber dem Mannschaftsgebäude wurde eine Exerzierhalle errichtet.
Die Exerzierhalle stellt als Gebäudetyp ein Zeugnis der Militärbaukunst dar. Sie erinnert an künstlerische und militärische Entwicklung zwischen der Reichsgründung 1871 und dem 1. Weltkrieg. Die Einbeziehung von Militärgebäuden ist bezeichnend für die wilhelminische Traditionspflege, die Wittenberg als Denkmal der Reformation interpretierte und teilweise neu gestaltete.
Bedeutendes Ereignis war die Aufführung eines Reformationsschauspiels anlässlich der Einweihung der erneuerten Schlosskirche am 31. Oktober 1892 unter der Schirmherrschaft und im Beisein des Kaisers Wilhelm II. sowie aller protestantischen deutschen Fürsten.
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