Keine Angst vor Baumflechten !!!!

Jeder Gartenliebhaber hat sie schon einmal an Bäumen oder auf Steinen gesehen: unschöne pilzartige Gewächse, die aus dem Boden oder der Rinde herauswachsen. In Europa gibt es ca. 2.000 verschiedene Arten von Flechten (Lichen), die in den unterschiedlichsten Farben heranwachsen. Eine Flechte ist eine enge Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einem fotosynthetisch aktiven Partner – einer Grünalge oder einem Cyanobakterium. Auf der ganzen Welt gibt es ca. 25.000 verschiedene Flechtenarten. Eine Flechte erhält ihren Namen immer aufgrund des Pilzes, der an der Flechtenbildung beteiligt ist.

Durch den Pilz erhält die Flechte Struktur und typische Farbe. Ihre besondere Eigenschaft besteht darin, unter extremen Lebensbedingungen wie Kälte oder Trockenperioden zu überleben. Viele Menschen bemühen sich und möchten Flechten an Bäumen bekämpfen. Für Naturliebhaber sind Baumflechten positive Bioindikatoren, deren Auftreten eine gute Luftqualität anzeigt. Generell werden sie nach ihrem Wuchs in Krustenflechten, Laub- oder Blattflechten, Strauchflechten und Gallertflechten unterschieden. Flechten vermehren sich meist vegetativ, indem kleine Teile der Flechten verbreitet werden. Zwar können sich die Pilzpartner auch über Sporen verbreiten, aber damit es zur Ausbildung einer neuen Flechte kommen kann, muss die auskeimende Pilzspore auf eine geeignete Alge treffen. Eine Flechte, die an Bäumen wächst, ist kein Parasit und fügt dem Baum keinen Schaden zu. Insofern ist das Flechten entfernen nicht notwendig, da sie den Baum in keiner Weise schädigen.

literarische Quelle: Baldur Garten GmbH
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Katrin Koch aus Friedersdorf | 24.02.2016 | 21:42   Melden
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